"Die Durchimpfungsraten sind hierzulande unterirdisch bis grottenschlecht", das hat Gerhard Kobinger von der Österreichischen Apothekerkammer betont. Bei der Keuchhusten-Immunisierung läge man beispielsweise EU-weit am letzten Platz.
Warum Du Dich Nach Dem Essen Schläfrig Fühlst (Und Es Nicht Nur Am Blutzucker Liegt)
Sich nach einer üppigen Mahlzeit schläfrig zu fühlen, ist ein weitverbreitetes Phänomen. Auch wenn viele Menschen plötzliche Blutzuckerspitzen dafür verantwortlich machen, liegen der Ursache komplexe biologische Vorgänge zugrunde. Bei der Nahrungsaufnahme schaltet das vegetative Nervensystem aktiv in den sogenannten „Rest-and-Digest“-Modus (Ruhe- und Verdauungszustand) um. Diese Umstellung senkt auf natürliche Weise die Herzfrequenz und fördert ein Gefühl tiefer Entspannung. Gleichzeitig leitet der Körper vermehrt Blut in den Magen-Darm-Trakt. Diese Umverteilung unterstützt den Magen dabei, Nährstoffe effizient aufzuspalten, verringert jedoch vorübergehend die allgemeine körperliche Wachheit. Zudem regt das Essen das Gehirn dazu an, schlaffördernde Hormone wie Serotonin und Melatonin auszuschütten. Mahlzeiten, die reich an Kohlenhydraten und Proteinen sind, beschleunigen diesen chemischen Signalprozess. Auch die körperliche Dehnung des Magens aktiviert den Vagusnerv, der dem Gehirn direkt signalisiert, einen Gang herunterzuschalten. Das Verständnis dieser normalen körperlichen Reaktionen kann Ihnen helfen, Ihr Energieniveau nach dem Essen besser zu steuern.
Sie werden oft für betrunken gehalten: Schwestern leiden an seltener Nervenkrankheit
Die Schwestern Olivia Dews (28) und Charlotte Casey (25) leben mit Friedreich-Ataxie, einer seltenen Nervenkrankheit, deren Symptome oft mit Trunkenheit verwechselt werden. Beide Mütter sorgen sich, dass ihre Erkrankung fortschreitet und ihre Kinder früher als erwartet ohne Mutter aufwachsen könnten. Deshalb setzen sie sich für den Zugang zu Omaveloxolon ein, einem Medikament, das das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen könnte.
Gehen Sie Schneller, Nicht Länger, Um Ihre Gesundheit Zu Fördern
Entgegen der weitverbreiteten Ansicht, man müsse täglich 10.000 Schritte zurücklegen, um gesund zu bleiben, haben Studien gezeigt, dass auch die Intensität des Gehens eine entscheidende Rolle spielt. In einer im British Journal of Sports Medicine veröffentlichten Studie stellten Forscher fest, dass Menschen, die ihre Gesundheit verbessern wollen, ohne ihr tägliches Schrittpensum zu erhöhen, schneller gehen sollten. Die Studie untersuchte den Gesundheitszustand von einer halben Million Menschen im Vereinigten Königreich, um die Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Zusammenhang mit körperlicher Aktivität zu erforschen. Den Ergebnissen zufolge verringerte sich das Sterberisiko bei Personen, die täglich weniger als 5.000 Schritte in zügigem Tempo zurücklegten, im Vergleich zu jenen, die langsamer gingen. Gleichzeitig zeigte sich auch bei Menschen, die langsamer, dafür aber über längere Zeiträume hinweg gingen, eine vergleichbare Senkung des Sterberisikos durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Studie legt nahe, dass es sich für Personen, die weniger als 5.000 Schritte am Tag machen, lohnt, die Intensität ihrer Spaziergänge zu steigern – etwa durch ein Tempo von 100 Schritten pro Minute. Eine Möglichkeit, die Intensität des Gehens zu bestimmen, ist die Beobachtung der eigenen Atmung. Wenn man versucht, ein Lied zu singen, und dies schwerfällt, liegt das Gehtempo wahrscheinlich bei etwa 90 bis 100 Schritten pro Minute.
Der Mythos, Dass Das Knacken Der Fingergelenke Den Gelenken Schadet
Über Generationen hinweg wurde davor gewarnt, dass das Knacken der Fingergelenke zu Arthritis führen könne. Selbst Mediziner glaubten mehr als fünfzig Jahre lang an diesen Mythos – vor allem aufgrund früher Annahmen über Gelenkreibung und -verschleiß. Ärzte vermuteten, dass die wiederholte, kraftvolle Dehnung der Gelenke den schützenden Knorpel auf Dauer schädigen würde. Moderne Forschungsergebnisse, etwa von Harvard Health, haben diesen weitverbreiteten Glauben jedoch gründlich widerlegt. Wissenschaftler fanden heraus, dass das Knackgeräusch tatsächlich durch das Platzen von Gasblasen in der Gelenkflüssigkeit entsteht. Beim Ziehen oder Biegen der Finger sinkt der Druck im Gelenk, wodurch gelöste Gase rasch entweichen. Der bekannteste Beleg hierfür stammt von Dr. Donald Unger, einem Arzt, der ein lebenslanges Selbstexperiment durchführte. Er ließ fünfzig Jahre lang täglich zweimal die Gelenke seiner linken Hand knacken, während er seine rechte Hand in Ruhe ließ. Spätere Röntgenaufnahmen zeigten keinerlei Unterschiede im Gesundheitszustand der Gelenke und keinerlei Anzeichen von Arthritis an beiden Händen. Umfangreiche medizinische Studien haben seine Ergebnisse inzwischen bestätigt und belegt, dass diese Gewohnheit zwar Geräusche verursacht, für die Gelenke jedoch im Grunde harmlos ist.
Fast jede zweite Notaufnahme in Deutschland überlastet
Fast jede zweite Notaufnahme in Deutschland ist überlastet. Eine aktuelle DGINA-Umfrage zeigt die angespannte Lage in den Kliniken.
Nachts plötzlich schweißgebadet: Was dahinterstecken kann
Nasses Bettzeug und durchgeschwitzte Kleidung können mehr als nur eine unangenehme Nacht bedeuten. Neben harmlosen Auslösern kommen auch Infektionen, hormonelle Veränderungen oder andere Erkrankungen infrage. Welche Warnzeichen wichtig sind.
Ab wann Schnarchen nicht mehr harmlos ist
Schnarchen nervt vor allem den Partner – meistens ist es aber harmlos. Doch wenn nachts immer wieder die Atmung aussetzt, kann eine Schlafapnoe dahinterstecken. Welche Warnzeichen ernst genommen werden sollten und wann eine Untersuchung sinnvoll ist.
Warum das Auge manchmal zuckt – und wann es ein Warnsignal sein kann
Plötzlich flattert das Augenlid – meistens harmlos, aber ziemlich nervig. Häufig stecken Stress, Schlafmangel oder zu viel Bildschirmzeit dahinter. Doch wann sollte man das Zucken ärztlich abklären lassen?
Schwindel, Übelkeit, Kreislauf: Was Fahrgeschäfte mit dem Körper machen
Für viele gehört eine rasante Karussellfahrt zur Wiesn dazu. Doch schnelle Drehungen und starke Beschleunigungen können den Gleichgewichtssinn und Kreislauf belasten – besonders bei empfindlichen Menschen.
Alzheimertag: Wenn das Vergessen bleibt
Am heutigen Welt-Alzheimertag rückt eine Krankheit in den Fokus, von der in Deutschland mehr als eine Million Menschen betroffen sind. Medikamente können den Verlauf zwar verlangsamen, das Vergessen aber nicht stoppen.
Krankenhausreform: Regionalkonferenz in Lübeck
Im kommenden Jahr soll sich bei der Gesundheitsversorgung einiges ändern. Jetzt geht die Krankenhausreform in Schleswig-Holstein langsam in die Phase der Umsetzung. Am Montag fand in Lübeck die erste von sechs Regionalkonferenzen statt. Dort stellt das Ministerium die Ziele für die Versorgung in den verschiedenen Regionen vor. Es ging um die Kreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Lübeck.
Wie fühlt sich Demenz an? Selbstversuch im Simulator
Anziehen, Einkaufen, Essen – was für viele selbstverständlich ist, kann für Menschen mit Demenz zu einer großen Herausforderung werden. In einem Demenzsimulator in Höchstädt lässt sich derzeit erleben, wie schwierig alltägliche Situationen plötzlich sein können. Der Selbstversuch soll sensibilisieren und helfen, die Lebenswelt von Menschen mit Demenz besser zu verstehen. Im Talk: Sarah Straub, promovierte Psychologin und Demenz-Expertin
Familie kämpft um Betreuung für schwerkranke Charlotte
Die fünfjährige Charlotte hat einen seltenen Gendefekt und braucht rund um die Uhr Hilfe. Ihre Mutter Katharina übernimmt die Pflege und arbeitet gleichzeitig fast in Vollzeit. Seit der Diagnose kämpft die Familie um eine Eins-zu-eins-Betreuung. Mehrere Anträge wurden abgelehnt. Laut dem letzten Gutachten sei eine solche Betreuung nicht notwendig.
Forscher warnen: LED-Licht könnte zum „neuen Asbest“ werden
Forscher warnen, dass eine langfristige Belastung durch LED-Licht Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnte. Ein Team des University College London untersucht, wie LED-Licht die Mitochondrien der Zellen beeinflusst. Ein Zusammenhang mit anderen Erkrankungen beim Menschen ist bislang jedoch nicht nachgewiesen. Die Wissenschaftler empfehlen, möglichst viel natürliches Tageslicht zu nutzen und auf Leuchtmittel mit einem breiteren Lichtspektrum zu setzen.
Symptomlose Erkrankung: Frau erleidet lebensgefährlichen Darmdurchbruch
Die 42-jährige Clare Large führte nach eigenen Angaben ein ganz normales Leben, bis eine Divertikulitis – eine oft lange symptomlose Darmerkrankung – zu einem lebensgefährlichen Darmdurchbruch führte. Mit starken Bauchschmerzen wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert. Dort stellten Ärzte fest, dass ihr ohne eine Notoperation nur noch etwa zwölf Stunden geblieben wären. Clare überlebte eine Blutvergiftung und ein dreiwöchiges Koma. Heute lebt sie mit einem künstlichen Darmausgang und macht auf die Risiken der Erkrankung aufmerksam.
Mit Eingeschaltetem Licht Zu Schlafen, Könnte Ihrem Herzen Schaden
Eine neue Studie hat ergeben, dass das Licht im Schlafzimmer während des Schlafs das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen kann. Untersuchungen der Tulane University zeigten, dass Menschen, die bei mehr Licht im Zimmer schliefen, ein um 29 % höheres Risiko für Herzinsuffizienz aufwiesen als diejenigen, die in völliger Dunkelheit schliefen. An der Studie nahmen mehr als 70.000 Erwachsene teil; die Lichtexposition während der Nacht wurde mithilfe von Sensoren am Handgelenk gemessen. Drei Jahre später untersuchten die Forscher die Herzen der Teilnehmer mittels MRT und stellten fest, dass Personen, die nachts dem meisten Licht ausgesetzt waren, dickere Herzwände und vergrößerte Herzkammern aufwiesen. Auswertungen der Gesundheitsdaten der Teilnehmer zeigten zudem eine höhere Häufigkeit von Herzinfarkten, Herzrhythmusstörungen und Todesfällen infolge von Herzerkrankungen. Dies ist die erste Studie, die einen Zusammenhang zwischen der Lichtexposition in der Nacht und körperlichen Veränderungen im Herzen herstellt – und nicht nur mit Blutdruck- oder Cholesterinwerten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Licht während des Schlafs nicht nur als störend empfunden werden kann, sondern ein ernsthafter Risikofaktor für die Herz-Kreislauf-Gesundheit darstellt.
Wie Viel Masse Sie Täglich Verlieren (Und Ob Sie Tatsächlich Hingeht)
Ihr Körper verliert im Laufe des Tages ständig an Gewicht, selbst wenn Sie ruhen. Ein durchschnittlicher Mensch verliert täglich etwa 2 bis 4 Pfund an Masse. Die meisten Menschen gehen davon aus, dass dieses Gewicht als Schweiß oder feste Ausscheidungen verloren geht, doch die Wissenschaft beweist das Gegenteil. Der Hauptweg, über den Sie Masse verlieren, ist tatsächlich das Ausatmen von Kohlendioxid. Wenn Ihr Körper Fett und Kohlenhydrate zur Energiegewinnung verbrennt, baut er diese in Wasser und Gas um. Sie atmen das Kohlendioxid über die Lunge aus – im Grunde atmen Sie also Ihr Fett aus. Das verbleibende Nebenprodukt ist Wasser, das den Körper über Urin, Schweiß und Tränen verlässt. Auch mikroskopisch kleine Hautzellen und einzelne Haare lösen sich täglich ab und tragen einen winzigen Teil zum Gesamtverlust bei. Selbst beim Schlafen werden Kalorien verbrannt und Feuchtigkeit abgegeben, wodurch sich Ihr Gewicht bis zum Morgen verringert.
Erfolgreicher Eingriff in Linz: Sind Roboter die Zukunft der Herzchirurgie?
Am Universitätsklinikum in Linz konnte man eine ganz besondere Premiere feiern: Erstmals werden dort zwei Bypass-Operationen am Herz mit einem Roboter durchgeführt - und das mit Erfolg. Dazu zu Gast ist Johannes Gökler.
Alltag mit Hindernissen: Leben im Rollstuhl
Sabrina Winnerl zeigt, mit welchen Barrieren Rollstuhlfahrer im Alltag in Regen konfrontiert sind. Enge Gehwege, fehlende Bordsteinabsenkungen und Kopfsteinpflaster erschweren ihre Mobilität und machen Unterstützung oft notwendig.
Wie viele Scheiben Brot am Tag sind wirklich gesund?
Brot gehört für viele zum täglichen Frühstück, Mittag- und Abendessen dazu – doch irgendwann stellt sich die Frage, ob das wirklich gesund ist. Die Antwort hängt von mehr ab als nur der Scheibenzahl.
Hatschi! Die Viren sind zurück: Was das Immunsystem stärkt
Warum ausgerechnet jetzt viele krank werden
Krebs-Früherkennung kann Leben retten
Mehr als 500.000 Menschen erkranken jährlich an Krebs. Fachleute rufen dazu auf, Früherkennungsangebote zu nutzen – auch neue Screenings für starke Raucher:innen.
Diese Sonnencreme-Regel kennen 90% der Eltern NICHT!
Die Sonne ist kein Witz mehr. Ihre Strahlung ist heute deutlich stärker als noch vor ein paar Jahren – und gerade Kinderhaut braucht den besten Schutz.
Alzheimer erkennen und bremsen? Das können neue Medikamente
Alzheimer früher erkennen und bremsen: Professor Timo Grimmer vom TUM Klinikum Rechts der Isar erklärt, für wen neue Medikamente infrage kommen, wie zuverlässig Bluttests sind und mit welchen Maßnahmen sich das persönliche Demenzrisiko senken lässt.
Warum Das Naseputzen Deine Erkältung Verschlimmert
Wenn wir einen Schnupfen oder eine verstopfte Nase haben, verbringen wir einen Großteil der Zeit damit, uns zu schnäuzen, um wieder frei atmen zu können. Einer Studie aus dem Jahr 2000 zufolge kann kräftiges Schnäuzen die Erkältungssymptome jedoch verschlimmern, da der Schleim dabei gewissermaßen zurück in den Körper gepresst wird. Auch wenn es selten vorkommt: Durch heftiges Schnäuzen kann das Trommelfell reißen – verursacht durch den plötzlichen Druck und die Flüssigkeit, die durch die Eustachische Röhre (die Verbindung zwischen Nase und Ohr) gepresst wird. Sind die Schleimhäute entzündet oder ausgetrocknet, können beim Schnäuzen Blutgefäße in der Nase platzen, was zu Nasenbluten führt. Ständiges Schnäuzen verursacht Reibung und reizt den Nasenbereich; dabei können kleine Risse entstehen, durch die Bakterien eindringen und eine sogenannte Nasenvestibulitis (Entzündung des Naseneingangs) verursachen können. Es gab auch vereinzelte Fälle, in denen Menschen so heftig schnäuzten, dass sie sich eine Fraktur der Augenhöhle zuzogen, was mit einer Schwellung des Auges und Sehstörungen einherging. Zudem kann kräftiges Schnäuzen Kopfschmerzen verschlimmern, die ohnehin oft mit einer Grippe oder Erkältung einhergehen. Experten empfehlen, die Nase sanft zu schnäuzen, indem man einen Finger auf das gegenüberliegende Nasenloch legt und mit wenig Kraftaufwand ausatmet. Man kann die Nase auch durch abschwellende Mittel oder Nasenspülungen mit Kochsalzlösung von Schleim befreien, wobei die Salzlösung Schleim und Bakterien herausspült.
Durch eine Wette in die Magersucht
Antonia Wesseling erkrankt mit 14 Jahren an Magersucht. Heute spricht sie offen über ihre Erfahrungen und den Weg zurück ins Leben.
Frieren für ein gesünderes Leben? Reporterin wagt sich in die Kältekammer
Ist eine Kältekammer der Schlüssel zu einem langen und gesunden Leben? Viele Sportler nehmen nach einem Spiel oder Training Minusgrade in Kauf, um die Muskeln zu regenerieren. Der Trend ist inzwischen auch bei Hobbysportler angekommen, aber taugt er was?
Internationaler Stammzell-Spendertag: "Brauchen junge frische Männer"
Jedes Jahr fällt der internationale Stammzell-Spendertag auf den dritten Samstag im September. Warum eine Spende so wichtig ist und wer aller teilnehmen darf, erklärt Antonia Müller, Medizinerin und Expertin für Stammzellentherapien.
Vitamin C, E & Co. So wirken Antioxidantien in der Hautpflege
Malaria durch Mücken am Flughafen? So kann man sich schützen
Eine Malaria-Erkrankung ohne Fernreise ist sehr selten. Guter Schutz kann aber nicht nur für Reisende wichtig sein.