Rund 656.000 Unfälle ereigneten sich 2025 in NRW. Das sind laut Verkehrsunfallbilanz etwa 13.000 mehr als im Vorjahr. Auch bei der Zahl der Verletzten gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 78.675 auf etwa 81.200. 479 Menschen kamen ums Leben. 2024 waren es 485. Bei der Vorstellung der Statistik wies Innenminister Herbert Reul darauf hin, dass der Verkehr mit Autos, Fahrrädern, Pedelecs, Lastenrädern, E-Scootern, Motorrädern und Fußgängern auf engem Raum komplexer werde. „Wo mehr Verkehr auf gleich viel Raum trifft, entstehen neue Konflikte – und diese Konflikte schlagen sich in den Unfallzahlen nieder“, so Reul. Rund 3.900 Menschen wurden bei E-Scooter-Unfällen getötet oder verletzt – ein Anstieg von rund 50 %. Die Zahl der verunglückten Kinder im Alter bis 14 Jahren ist um 72 % auf 566 gestiegen. Reul erinnerte daran, dass E-Scooter erst ab 14 Jahren gefahren werden dürfen. Mehr als ein Drittel aller Unfälle mit Verletzten entfielen auf Fahrräder oder Pedelecs (E-Bikes). 106 Menschen kamen dabei ums Leben – die höchste Zahl im Zehnjahresvergleich. Stark nach oben gegangen sind die Unfallzahlen bei Kindern und Jugendlichen auf dem Pedelec. Die Zahl der getöteten Motorradfahrer ist um 47 % gesunken: 45 Menschen kamen ums Leben – der niedrigste Stand im Zehnjahresvergleich. Jedoch gab es mehr Leichtverletzte unter den Motorradfahrern (+18 %). Auch die Zahl der Schwerverletzten ist gestiegen (+3 %). Insgesamt ereigneten sich laut Statistik 3.274 Unfälle unter Alkoholeinfluss. 1.130 Unfälle gehen auf andere berauschende Mittel zurück. Den größten Anteil hat Cannabis mit 506 Unfällen (+23 %) – der höchste jemals erfasste Wert. Die Zahl der illegalen Autorennen ist von 2.270 im Vorjahr auf 2.384 gestiegen – ein neuer Höchststand seit Beginn der Statistik. Dabei gab es 663 Unfälle und 19 Tote (2024: 578 Unfälle, 15 Tote) – ein Rekordstand seit Einführung des Straftatbestands 2017.
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