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Marine Le Pen: Die Politikerin der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National im Porträt

Marine Le Pen wird am 5. August 1968 in Neuilly-sur-Seine geboren. Sie ist die jüngste Tochter von Jean-Marie Le Pen und hat zwei ältere Schwestern. Jean-Marie Le Pen ist ein französischer Politiker, sein politischer Stil gilt als rechtspopulistisch. 1983 verlässt die Mutter von Le Pen die Familie. Dafür entwickelt Le Pen eine umso engere Beziehung zu ihren Schwestern und ihrem Vater. Marine Le Pen studiert Rechtswissenschaften an der Universität Panthéon-Assas in Paris. 1992-1998 Sie arbeitet als Anwältin. Danach widmet sie sich ganz der Politik und der Partei „Front National“. Front National (ab Juni 2018 Rassemblement National) ist eine rechtspopulistische sowie europaskeptische Partei in Frankreich. Nach der Parlamentswahl im Juni 2022 ist die Sammlungsbewegung mit 89 Sitzen in der französischen Nationalversammlung vertreten. Parteivorsitzender war von 1972 bis 2011 Jean-Marie Le Pen, gefolgt von Marine Le Pen bis 2022. Seit November 2022 ist Jordan Bardella der Parteivorsitzende. Ziele der Partei: - Nationalität Frankreichs stärken - Einwanderung begrenzen - Aus der Eu und dem Euro aussteigen 1998 gewinnt Marine Le Pen ihre erste Wahl und wird Mitglied des Regionalrats von Nord-Pas-de-Calais. 2004 zieht Marine Le Pen ins Europäische Parlament ein. Marine Le Pen versucht schon lange die Partei moderner zu machen. So wird die Partei unter ihr zu Frankreichs dritter Volkspartei. Bei den Europawahlen 2014 wird sie mit 24,86 Prozent sogar stärkste Kraft. Le Pen kandidiert bei den Französischen Präsidentschaftswahlen in den Jahren 2012, 2017 und 2022. 2017 und 2022 Emanuel Macron musste sich zweifach in der Stichwahl gegen Le Pen durchsetzen. 2024 gewinnt das Rassemblement National die Europawahl mit rund 31 Prozent deutlich. Nach seiner Niederlage kündigt Macron Neuwahlen in Frankreich an. Das Rassemblement National wird zur stärksten Kraft in der Nationalversammlung, verfehlt jedoch die absolute Mehrheit. Marine Le Pen wird am 31. März 2025 von einem Pariser Gericht wegen Veruntreuung von EU-Geldern verurteilt. Das Gericht verhängt eine Haftstrafe sowie eine Geldstrafe von 100.000 Euro. Zudem darf sie fünf Jahre lang kein öffentliches Amt ausüben. Le Pen legt Berufung ein. Am 7. Juli 2026 wird entschieden, dass das Verbot auf 45 Monate reduziert wird, 30 davon sind zu Bewährung ausgesetzt. Da Le Pen bereits 15 Monate seit dem ersten Urteil hinter sich hat, ist sie wieder wählbar. Auch die Haftstrafe verringert sich auf drei Jahre, von denen zwei zur Bewährung ausgesetzt werden. Das dritte Jahr kann Le Pen mit einer Fußfessel zu Hause absitzen. Am gleichen Tag teilt sie mit, dass sie Revision einlegen und bei der Präsidentschaftswahl 2027 kandidieren will.

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