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Toxisches Schocksyndrom: Alles über das Kräftezehrende Duell im Körper

Das toxische Schocksyndrom (TSS) ist eine seltene, aber ernsthafte Erkrankung, die meist durch Staphylococcus aureus oder Streptococcus pyogenes verursacht wird. Diese Bakterien können giftige Substanzen, sogenannte Toxine, produzieren. Wenn diese Toxine in den Blutkreislauf gelangen, können sie eine starke Reaktion im Körper auslösen. Wann werden Keime gefährlich? Wenn die Schutzbarriere des Körpers versagt, können Krankheitserreger leichter eindringen. Das passiert oft bei geschwächtem Immunsystem, wie nach Chemotherapie oder bei Hautverletzungen. Dadurch kann eine Sepsis entstehen. Welche Symptome zeigen sich beim TSS? Anfangs ähnelt TSS einer Grippe mit hohem Fieber und Schüttelfrost. Später können Hautausschlag, Schwindel durch niedrigen Blutdruck, und Symptome wie Erbrechen oder Durchfall auftreten. Damit man von TSS sprechen kann, müssen mehrere Organe betroffen sein, wie die Nieren und die Leber. Wie behandelt man das toxische Schocksyndrom? Patienten sind krankenhauspflichtig und müssen womöglich auf die Intensivstation. Ein Tampon, ein Diaphragma und andere Fremdkörper müssen entfernt, Wunden saniert werden. Gegen die Bakterien und ihre Toxine werden anfangs Breitband-Antibiotika eingesetzt. Warum spricht man von der „Tamponkrankheit“? Der Begriff „Tamponkrankheit“ entstand in den 1980er Jahren, als besonders saugfähige Tampons auf den Markt kamen und vermehrt Fälle während der Menstruation auftraten. Diese Tampons bieten Bakterien in der feuchten und warmen Umgebung der Scheide ideale Bedingungen zur Vermehrung. Wenn Bakterien-Toxine in die Blutbahn gelangen, kann dies gefährlich werden. Während TSS Männer und Frauen gleich häufig betrifft, tritt es bei jüngeren Frauen häufiger auf, möglicherweise wegen des noch unreifen Immunsystems. Wie ist derzeit die Lage in Deutschland? Das Robert-Koch-Institut berichtet, dass nach einem ungewöhnlichen Anstieg von Gruppe-A-Streptokokken-Infektionen im Winter 2022/2023 die Zahlen ab Sommer 2023 zunächst zurückgingen. Seit dem vierten Quartal 2023 steigen die Infektionen jedoch wieder an.

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