Die American Society of Plastic Surgeons (ASPS) hat eine Leitlinie herausgegeben, die Chirurgen empfiehlt, geschlechtsangleichende Operationen erst ab einem Alter von 19 Jahren durchzuführen. Dies umfasst Eingriffe im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischen Brust-, Genital- und Gesichtsoperationen. Laut der Organisation gibt es keine eindeutigen Belege dafür, dass der Nutzen dieser Operationen die Risiken für jüngere Patienten tatsächlich überwiegt. Die ASPS, die über 11.000 plastische Chirurgen vertritt, die auf ästhetische und rekonstruktive Chirurgie spezialisiert sind, hob die begrenzte Evidenz bezüglich der positiven Auswirkungen auf die psychische Gesundheit hervor Die Organisation äußerte zudem Bedenken hinsichtlich potenzieller Langzeitschäden und der Unumkehrbarkeit dieser Eingriffe in einer entwicklungspsychisch labilen Altersgruppe. Diese Haltung steht im Widerspruch zu den Positionen der meisten großen US-amerikanischen Ärzteverbände, die verschiedene Behandlungen für Minderjährige mit Geschlechtsdysphorie befürworten. Die ASPS merkt an, dass ihre Position mit den jüngsten politischen Kursänderungen in Ländern wie Schweden, Großbritannien und Finnland übereinstimmt, die restriktivere oder auf Forschung beschränkte Ansätze für Minderjährige verfolgen. Die American Medical Association begrüßte die Entscheidung der ASPS und unterstützte deren Forderung, geschlechtsangleichende Operationen aufgrund unzureichender Evidenz bis zum Erwachsenenalter zu verschieben. Auch die Trump-Regierung begrüßte die Entscheidung und lobte die ASPS dafür, dass sie „sich von geschlechtsangleichenden Eingriffen bei Kindern distanziert“.
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