Die Ölpreise fielen deutlich, nachdem US-Präsident Donald Trump angedeutet hatte, der Konflikt zwischen den USA und Israel mit dem Iran könne „sehr bald“ beendet sein. Vor Trumps Äußerungen lag der Preis für Brent-Rohöl, die internationale Referenzsorte, bei fast 120 US-Dollar pro Barrel. Grund dafür waren Befürchtungen, der Konflikt könne die Energieversorgung aus dem Nahen Osten beeinträchtigen. Um die Sorgen zu zerstreuen und den starken Preisanstieg herunterzuspielen, sagte Trump, die Ölpreise seien „wahrscheinlich weniger stark gestiegen, als ich erwartet hatte“. In einem Interview mit CBS News bezeichnete Trump den Konflikt mit dem Iran als „praktisch abgeschlossen“. Nach Trumps Aussage erholten sich auch die globalen Aktienmärkte. Der FTSE eröffnete im frühen Handel mit einem Plus von rund 1,4 Prozent, was die Sorgen um einen langwierigen regionalen Konflikt dämpfte. Trotz Trumps Behauptungen über ein wahrscheinliches Kriegsende warnte er den Iran später davor, die Straße von Hormus zu blockieren, eine wichtige Schifffahrtsroute für die weltweite Öl- und Gasversorgung. In einem Social-Media-Beitrag erklärte Trump, die USA würden Iran „zwanzigmal härter treffen als bisher“, sollte das Land Maßnahmen ergreifen, um den Ölfluss durch die Straße von Hormus zu unterbinden. Als Reaktion auf Trumps Äußerungen, die sie als „Unsinn“ bezeichneten, erklärte das Korps der Islamischen Revolutionsgarden, die iranischen Streitkräfte würden „den Export auch nur eines Liters Öl aus der Region nicht zulassen“. Im asiatischen Handel fiel der Preis für Brent-Rohöl kurzzeitig unter 84 US-Dollar pro Barrel, erholte sich dann aber wieder auf 93,17 US-Dollar, während der Preis für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate um 4% auf 90,96 US-Dollar pro Barrel sank.
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