Unimog U 4030 4x4 – Luxus im schweren Gelände In der Nachkriegszeit wurde der Fokus in der Land- wie der Forstwirtschaft auf den Wiederaufbau nach den Wirren des Krieges gelegt. Albert Friedrich, ein ehemaliger Leiter der Daimler Flugmotorenfertigung erkannte den Bedarf an Schleppern für kleine und mittlere Agrarbetriebe. Am Schluss der Entwicklung stand ein Fahrzeug mit Allradantrieb, Differenzialsperren und Portalachsen, das allen Anforderungen an Transportleistung und Zugkraft erfüllte. Zudem konnten an allen Seiten Anbaugeräte installiert werden. Ab 1946 wurde also ein vielseitiges „Universal-Motor-Gerät für die Landwirtschaft“ entwickelt. Die Abkürzung führte also zum Begriff „Unimog“ und das Jahr 1946 folglich zu einem bemerkenswerten Projekt zum 80. Jubiläum. Auf Basis des hochgeländegängigen Unimog Modells U 4023 und in Zusammenarbeit mit Hellgeth Engineering ist eine einmalige Kreation entstanden, die den Kult-Unimog ganz neu erstrahlen lässt – mit beeindruckendem Design, viel Luxus und noch mehr Leistung als jemals zuvor. Das Jubiläums-Showcar basiert auf dem hochgeländegängigen Mercedes-Benz Unimog U 4023. Er verfügt damit von Haus aus über die charakteristischen Unimog Eigenschaften wie Portalachsen und einen extrem verwindungsfähigen Rahmen. Zuschaltbarer Allradantrieb sowie Längs- und Differenzialsperren in beiden Achsen, die auch im schweren Gelände Traktion und Kontrolle gewährleisten, sind selbstverständlich Teil des Pakets. Beim Antrieb hat Mercedes-Benz Special Trucks einen großen Schritt gemacht: Beim 80Jahre-Jubiläums- Unimog ist der serienmäßige Vierzylindermotor einem Mercedes-Benz Sechszylinder OM 936 gewichen, der nun 300 PS auf die Straße bringt. Das vom Unimog-Spezialisten Hellgeth umgesetzte Exterieur ist vom SUV-Zeitgeist inspiriert. Die mattgraue Lackierung, die Aluminium-Beadlock-Felgen sowie ein markantes Lichtkonzept, das den Prototyp mit modernen LED-Scheinwerfern in die Moderne trägt, passen sehr gut zum Konzept. Zum ersten Mal in einem Unimog wurde das MirrorCam-System von Mercedes-Benz verbaut. Das heißt, Digitale Kameras und Monitore ersetzen die klassischen Außenspiegel und können so dazu beitragen, die Rundumsicht zu verbessern. Die Ausgestaltung der Doppelkabine orientiert sich mit wertigen Lederoberflächen an gehobenen Ansprüchen. Dabei bietet die geräumige Kabine Platz für bis zu vier Personen. Ergonomische Sitze mit farbigen Steppnähten betonen den Premium-Anspruch. Soviel Luxus wäre vor 80 Jahren noch undenkbar gewesen. Als es mit diesen Fahrzeugen aus dem sehr sehenswerten Unimog-Museum in den 50er Jahren begann, waren besonders die vielfältigen Möglichkeiten gefragt. Der Unimog 70200 ist das erste in Serie produzierte Fahrzeug der Unimog-Reihe, hergestellt zwischen 1948 und 1951. Exakt 600 Fahrzeuge wurden gefertigt, bevor die Produktion an Daimler-Benz verkauft wurde, die das Modell als Unimog 2010 fast unverändert weiterproduzierten. In den 60er Jahren folgte die sehr erfolgreiche Baureihe 406, von der es auch eine version als 403 gab – mit weniger Leistung und einem geringeren Einstiegspreis. Parallel entstanden von 1956 bis 1974 fast 40.000 Exemplare der Baureihe 411 mit zu Beginn 30 PS aus einem PKW-Motor. Das Unimog-Museum gibt einen interessanten Einblick in die Vielfalt der Varianten, bis zu den modernen Prototypen und Entwicklungsträgern wie dem MB Truck 1800, der eine erfolgreiche Karriere mit vier gleich großen Rädern in der Landwirtschaft feierte. Mercedes-Benz Special Trucks will mit dem aktuellen Luxus Unimog nun Erkenntnisse für eine mögliche neue Entwicklungsstufe sammeln und sehen wie die Kunden darauf reagieren. Dabei wird das Fahrzeug zunächst im Rahmen einer Kundenerprobung dem harten Alltagseinsatz ausgesetzt. Was er kosten würde war nicht zu erfahren, vielleicht gibt es aber eine Kleinserie, sollten sich einige solvente Unimog-Fans finden lassen.
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