Die Trump-Regierung wird voraussichtlich bald mit der Bearbeitung von Rückerstattungsanträgen für die von US-Präsident Donald Trump unrechtmäßig erhobenen Zölle beginnen. In einer Gerichtsakte gab die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) bekannt, die erste Phase des Rückerstattungssystems CAPE abgeschlossen zu haben. Dieses System bündelt die Rückerstattungen, sodass Importeure eine einzige elektronische Zahlung erhalten, gegebenenfalls inklusive Zinsen, anstatt für jede einzelne Einfuhr separate Rückerstattungen zu bearbeiten. Die Regierung gab an, nun Rückerstattungsanträge in Höhe von rund 127 Milliarden US-Dollar der insgesamt 166 Milliarden US-Dollar an eingenommenen Zöllen entgegennehmen zu können. Dies folgt auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA im Februar, der feststellte, dass Trump seine Befugnisse bei der Verhängung weitreichender globaler Zölle gemäß dem International Emergency Economic Powers Act überschritten hatte. Über 3.000 Klagen wurden von Unternehmen beim Handelsgericht eingereicht, die Rückerstattungen fordern. Der Oberste Gerichtshof überließ es dem Handelsgericht, zu entscheiden, wie Importeure ihr Geld zurückerhalten. Laut Gerichtsakten zahlten mehr als 330.000 Importeure Zölle auf 53 Millionen Sendungen. CAPE bietet Unternehmen zwar die Möglichkeit, Entschädigung für die unrechtmäßigen Notabgaben zu fordern, doch die Verantwortung für die Rückerstattung liegt laut Handelsanwälten gegenüber CBS News bei den US-Importeuren. Das System beschränkt die Rückerstattungsanträge zudem auf „nicht abgewickelte Zölle“, also Zölle, die noch geändert werden können, sowie auf Zölle, die die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) in den letzten 80 Tagen endgültig festgelegt hat.
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