Nach einem fünfwöchigen Prozess hat eine Jury in New York den Unterhaltungsgiganten Live Nation und seine Tochtergesellschaft Ticketmaster für schuldig befunden, ein illegales Monopol auf Veranstaltungen in großen Hallen innegehabt zu haben. Der Prozess begann als Zivilklage des US-Justizministeriums, der sich später 34 Bundesstaaten anschlossen. Die Klage warf Live Nation, dem mehrere große Veranstaltungsorte gehören, vor, seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und andere Ticketverkäufer als Ticketmaster blockiert zu haben. Die hohen Preise von Ticketmaster waren seit Langem ein Kritikpunkt von Konzertbesuchern. In ihrem Urteil stellte die Jury fest, dass die wettbewerbswidrigen Praktiken dazu führten, dass Besucher in 22 Bundesstaaten 1,72 US-Dollar mehr pro Ticket zahlten, die die Unternehmen nun zurückerstatten müssen. Wenige Tage nach Prozessbeginn einigte sich die Trump-Regierung mit Live Nation außergerichtlich: Das Unternehmen deckelt Servicegebühren und zahlt 280 Millionen US-Dollar Strafe. Dieses jüngste Urteil könnte Live Nation Hunderte Millionen Dollar kosten und möglicherweise sogar zum Verkauf einiger seiner Konzerthallen zwingen. In einer Stellungnahme erklärte ein Sprecher von Live Nation, dass das Urteil der Jury „nicht das letzte Wort in dieser Angelegenheit“ sei.
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