El Niño entwickelt sich im Pazifik rasant und könnte laut dem Klimavorhersagezentrum der NOAA bis Herbst oder Winter zu einem seltenen, historisch starken „Super“-El Niño werden. Die aktualisierte Prognose zeigt eine 82%ige Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von El Niño zwischen Mai und Juli, wobei das Phänomen voraussichtlich den kommenden Winter der Nordhalbkugel überdauern wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass es den Winter über anhält, ist auf 96% gestiegen, was sein Auftreten nahezu garantiert. Die jüngste Aktualisierung stellt eine deutliche Abkehr von der Aprilprognose dar, die bis Juni neutrale Bedingungen oder das kühlere La Niña vorhersagte. Aktuelle Daten zeigen, dass sich die Meeresoberflächentemperaturen in Teilen des Pazifiks rasch um etwa 0,5°C über den Normalwert erwärmen – ein wichtiger Indikator, den die NOAA zur Beurteilung der Stärke von El Niño verwendet. Wenn die Temperaturen über einen längeren Zeitraum um mehr als 0,5°C steigen, spricht man von der Entwicklung schwacher El-Niño-Bedingungen. Um als sehr starker oder Super-El Niño zu gelten, müssen die Temperaturen mehr als 2 °C über dem Durchschnitt liegen. El Niño ist ein natürlicher Klimazyklus, der durch die Erwärmung des tropischen Pazifiks verursacht wird. Diese Erwärmung verändert die atmosphärischen Windmuster und beeinflusst das globale Wetter. El Niño tritt etwa alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert neun bis zwölf Monate. Derzeit liegt die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines El Niño bis zum Jahresende bei maximal 37%.
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Aus Flaschen wird Sand: Louisiana kämpft mit Altglas gegen Landverlust
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