Die Asiatische Hornisse stammt aus Südostasien. Vermutlich gelangte sie Anfang der 2000er-Jahre über Warenimporte nach Europa und breitete sich von Frankreich aus immer weiter aus. Inzwischen wurden Nester in zahlreichen deutschen Bundesländern nachgewiesen. Wie erkennt man die Asiatische Hornisse? Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die heimische Europäische Hornisse. Auffällig sind ihr dunkler Körper, die gelben Beinenden sowie ein orangefarbener Streifen am Hinterleib. Ihre Nester baut sie häufig hoch oben in Bäumen, teilweise aber auch an Gebäuden oder in Hecken. Gefahr für Bienen und Ökosysteme: Besonders problematisch ist die Asiatische Hornisse für Honigbienen. Sie jagt gezielt vor Bienenstöcken und kann ganze Völker schwächen. Imker beobachten deshalb die Ausbreitung mit Sorge. Neben Honigbienen erbeutet die Hornisse auch andere Insekten und beeinflusst dadurch das ökologische Gleichgewicht. Für Menschen gilt die Asiatische Hornisse grundsätzlich nicht als aggressiver als andere Wespenarten. Gefährlich können jedoch Stiche bei Allergikern oder in Nestnähe werden. Die Lage in Deutschland: Die Zahl der gemeldeten Nester steigt seit Jahren deutlich an. Fachleute gehen davon aus, dass sich die Art dauerhaft in Deutschland etablieren wird. Behörden und Naturschutzorganisationen versuchen, neue Nester frühzeitig zu entdecken und zu entfernen. In mehreren Bundesländern gibt es inzwischen Meldeportale, über die Bürger Sichtungen melden können. Ziel ist es, die weitere Ausbreitung zumindest einzudämmen. Wer eine Asiatische Hornisse oder ein verdächtiges Nest entdeckt, sollte Abstand halten und den Fund den zuständigen Behörden oder Naturschutzstellen melden. Eigenständige Bekämpfungsversuche sind nicht empfehlenswert, da die Tiere ihre Nester verteidigen können.
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