Papst Leo XIV. entschuldigte sich historisch für die Rolle des Vatikans bei der Legitimierung der Sklaverei und erkannte an, dass der Heilige Stuhl Systeme der Unterdrückung und des Menschenhandels ermöglicht hat. In seiner ersten Enzyklika „Magnifica Humanitas“ bezeichnete der erste in den USA geborene Papst die Geschichte der Kirche als „Wunde im christlichen Gedächtnis“. Er bat zudem um Vergebung für das vergangene Handeln der Kirche und ihr Versäumnis, die Sklaverei entschiedener zu verurteilen. Frühere Päpste hatten sich bereits für die Beteiligung der Christen am transatlantischen Sklavenhandel entschuldigt, doch Leo ging in seiner Auseinandersetzung mit dem Thema noch weiter. Er verwies auch auf frühere päpstliche Erlasse, die europäischen Herrschern die Befugnis einräumten, nichtchristliche Bevölkerungsgruppen zu erobern und zu versklaven. Leo stellte einen Zusammenhang zwischen der Ausbeutung in der Kolonialzeit und dem her, was er als „neue Formen der Sklaverei“ bezeichnet, die durch die digitale Revolution bedingt seien, darunter unregulierte Arbeit in der Mikrochip-Produktion für künstliche Intelligenz. Das Dokument konzentriert sich vor allem auf den Schutz der Menschenwürde im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. In seinen Ausführungen schrieb Leo, es sei „unmöglich, angesichts des verursachten Leids nicht tiefe Trauer zu empfinden“, und fügte hinzu: „Dafür bitte ich im Namen der Kirche aufrichtig um Vergebung.“
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