Die umstrittenen Influencer-Brüder Andrew und Tristan Tate wurden in Miami, Florida, festgenommen, nachdem die britische Staatsanwaltschaft 38 neue Anklagen gegen sie erhoben hatte. Laut der britischen Staatsanwaltschaft (Crown Prosecution Service, CPS) wird Andrew Tate in sieben weiteren Fällen der Vergewaltigung sowie im Zusammenhang mit Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und dem Besitz kinderpornografischer Bilder angeklagt. Die CPS gab bekannt, dass Tristan Tate wegen sexueller Nötigung, zweifacher Vergewaltigung und dreifacher Beihilfe zum Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung angeklagt wird. Diese neuen Anklagen ergänzen die bereits bestehenden 21 Anklagen Großbritanniens gegen die Tate-Brüder, die unter anderem Vergewaltigung und Menschenhandel umfassen. Die Brüder sind polarisierende Social-Media-Influencer mit Millionen von Followern, bekannt für ihre frauenfeindlichen Äußerungen, ihren Fitness-Trend und ihren protzigen Reichtum. Malcolm McHaffie, Leiter der Abteilung für besondere Straftaten der Staatsanwaltschaft, erklärte, die Behörde habe die Auslieferung der beiden Brüder, die die britische und die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzen, von den USA nach Großbritannien beantragt. Nach der Festnahme der Brüder werden Bundes- und Staatsanwälte die Anklagepunkte mit einer Justizbehörde, wie beispielsweise dem Büro für internationale Angelegenheiten der Strafabteilung des US-Justizministeriums, prüfen, um zu entscheiden, ob die Vorwürfe eine Auslieferung rechtfertigen. Die endgültige Entscheidung über den Auslieferungsantrag muss jedoch vom US-Außenminister, derzeit Marco Rubio, genehmigt werden. Neben ihrer Unterstützung für den Präsidenten sollen die Tates auch Verbindungen zu Mitgliedern der Familie Trump unterhalten. Nach der Verhaftung von Andrew und Tristan im Jahr 2023 bezeichnete Trumps Sohn, Donald Trump Jr., die Anklage auf X als „absoluten Wahnsinn“. 2025 berichtete die New York Times über angebliche Verbindungen zwischen den Tate-Brüdern und Trumps jüngstem Sohn Barron, der angeblich über Zoom mit Andrew kommuniziert hatte. Die Trump-Regierung wies jegliche Verbindung zu den Tates zurück und bezeichnete den Bericht als „Fake News“.
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