Die Menschheit hat am 30. Juli den sogenannten Erdüberlastungstag erreicht. Nach Berechnungen des Global Footprint Network sind damit die natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb dieses Jahres regenerieren kann. Ab sofort lebt die Weltbevölkerung rechnerisch auf Kosten zukünftiger Ressourcen. Nach Angaben der Organisation werden mehr Acker- und Weideflächen, Fischgründe und Wälder genutzt, als langfristig nachwachsen können. Gleichzeitig entstehen mehr CO₂-Emissionen, als Wälder und Ozeane aufnehmen können. Um den aktuellen Ressourcenverbrauch dauerhaft zu decken, wären laut Berechnungen 1,73 Erden notwendig. Der WWF betont, dass die Verschiebung des Erdüberlastungstags um sechs Tage nach hinten im Vergleich zum Vorjahr nicht auf einen nachhaltigeren Lebensstil zurückzuführen sei. Stattdessen seien vor allem aktualisierte Berechnungsgrundlagen verantwortlich. Die Organisation warnt jedoch, dass die Übernutzung natürlicher Ressourcen weiter zunimmt – etwa durch Entwaldung, Bodendegradation, Artenverlust und steigende CO₂-Konzentrationen. Besonders kritisch fällt die Bilanz für Deutschland aus. Würden alle Menschen so leben wie hierzulande, wäre der Erdüberlastungstag bereits am 10. Mai erreicht worden. Umweltverbände fordern deshalb unter anderem einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien sowie den Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle. Das Global Footprint Network sieht vor allem bei der Reduzierung von CO₂-Emissionen den größten Hebel, um den Erdüberlastungstag künftig weiter nach hinten zu verschieben. Als mögliche Maßnahmen nennt die Organisation unter anderem mehr CO₂-armen Strom, weniger Fleischkonsum, geringere Lebensmittelverschwendung und weniger Autofahrten.
Welt-Ressourcen ab heute auf Pump
Am heutigen Donnerstag ist der Erdüberlastungstag. Das bedeutet, ökologisch betrachtet, lebt die Menschheit ab heute auf Pump.
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