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Fidschi: Wissenschaftler finden, dass Bullenhaie mit ihren Verwandten verkehren

Fidschi – 04. August 2026. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Bullenhaie eine leichte Vorliebe dafür haben, Zeit mit ihren Verwandten zu verbringen, und geben damit einen neuen Einblick in ihr Sozialverhalten. Wissenschaftler untersuchten erwachsene Bullenhaie im Shark Reef Marine Reserve in Fidschi mithilfe genetischer Daten und sechs Jahren an Beobachtungen. Die Studie ergab, dass die meisten Haie nicht eng miteinander verwandt waren, einzelne Tiere jedoch etwas häufiger dazu neigten, sich mit Verwandten zusammenzuschließen und mit ihnen zu interagieren als mit nicht verwandten Artgenossen. Forschende der University of Exeter, des Fiji Shark Lab und der Lancaster University prägten dafür den Begriff „kinfluence“, um zu beschreiben, wie Familienbeziehungen Sozialstruktur und Verhalten beeinflussen können. Hauptautorin Natasha D. Marosi erklärte, frühere Untersuchungen hätten gezeigt, dass Bullenhaie ihre sozialen Partner aktiv nach Faktoren wie Geschlecht, Alter und Größe auswählen. Die neue Studie habe nun offengelegt, dass auch familiäre Verbindungen eine Rolle spielen, wenngleich der Effekt nicht so stark sei wie der Einfluss dieser anderen Faktoren. Wie die Beziehungen der Haie gemessen wurden Gemessen wurden die Beziehungen zwischen den Haien über Nähe-Assoziationen, bei denen sich die Tiere innerhalb einer Körperlänge zueinander befanden, sowie über soziale Verhaltensweisen. Dazu zählten paralleles Schwimmen, „Lead-Follow“-Formationen und synchronisiertes Schwimmen. Die Forscherinnen und Forscher stellten fest, dass familiäre Bindungen zu diesen Verhaltensweisen beitragen könnten. Dies gelte besonders bei Paaren männlicher Haie, wie es in der Analyse hieß. Als mögliche Erklärung schlugen sie vor, dass Haie Verwandte über frühe Erfahrungen erkennen könnten, wenn Geschwister und Cousins in Flüssen und Ästuaren Zeit miteinander verbringen. Familienbande prägen soziale Netzwerke Die Ergebnisse stellen die Vorstellung infrage, Haie seien vollständig einzelgängerische Tiere, und zeigen, dass soziale Netzwerke von Bullenhaien durch eine Kombination aus Familienbindungen, Geschlecht, Größe und Alter geprägt werden. Damit erweitern die Befunde das Bild vom Sozialleben dieser Art und verweisen auf mehrere Faktoren, die das Zusammenleben beeinflussen.

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