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Nur 1 % der Krankheiten sind erblich bedingt, der Rest wird durch den Lebensstil beeinflusst

Der Genetiker Mariano Zalis, ein Spezialist der UFRJ, behauptet, dass nur 1 % der Krankheiten erblich bedingt sind, während der Rest stark von unserem Lebensstil beeinflusst wird.  Studien haben gezeigt, dass wir unsere Gene auch nach dem 60. Lebensjahr durch unsere Gewohnheiten und unsere Umwelt beeinflussen können. Zalis erklärt, dass die Gene zwar eine Rolle für die Gesundheit spielen, dass aber auch äußere Faktoren wie Ernährung, Stress und Bewegung einen erheblichen Einfluss auf die genetische Regulierung haben.  Das Gehirn ist der Hauptvermittler dieser Interaktion, es verarbeitet Informationen aus der Umwelt und sendet Signale an die Zellen, die entsprechend reagieren.  Die Auswirkungen von Stress und schlechten Gewohnheiten wie falscher Ernährung und Rauchen können diese Regulierung gefährden, während gesunde Praktiken wie körperliche Betätigung positive Auswirkungen haben. Außerdem erwähnt er, dass die Epigenetik erklärt, warum Menschen mit demselben genetischen Material, wie etwa Zwillinge, unterschiedlich altern können.  Zalis warnt auch vor den Auswirkungen traumatischer Ereignisse wie Kriege und Katastrophen, die epigenetische Spuren hinterlassen können, die bis in die nachfolgenden Generationen reichen.  Studien, wie die an den Nachkommen von Holocaust-Überlebenden durchgeführten, haben gezeigt, dass diese Spuren die Gesundheit der nachfolgenden Generationen beeinflussen können. Kurz gesagt, die Epigenetik bietet eine neue Perspektive auf die Gesundheit und zeigt, dass die Art und Weise, wie wir leben, tatsächlich unsere genetische Gesundheit prägen und bestimmen kann, wie wir altern.

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Wahlen in den USA: Die Bedeutung der Swing States

In den USA wählen nicht direkt die Bürger den Präsidenten, sondern Wahlleute („Electoral College“). Diese sind Menschen, die ausgewählt werden, um die Stimme ihres Bundesstaates abzugeben. Jeder Bundesstaat hat eine bestimmte Anzahl an Wahlleuten. Wenn ein Kandidat in einem Bundesstaat die meisten Stimmen bekommt, erhält er in der Regel alle Wahlleute-Stimmen dieses Staates ("Winner-takes-all"-Prinzip). Die Wahlleute stimmen dann offiziell für den Präsidenten und den Vizepräsidenten. Dem Kollegium, das den US-Präsidenten wählt, gehören 538 Wahlleute an. Um die Wahl zu gewinnen, braucht ein Kandidat die Mehrheit der Wahlleute-Stimmen (mindestens 270). Ein Kandidat kann mehr Wählerstimmen erhalten, aber dennoch verlieren. Z.B. bei der Wahl 2000 gewann George W. Bush trotz weniger Stimmen als Al Gore, da er sechs Wahlleute mehr für sich entschied. Deshalb liegt der Fokus im Wahlkampf auf umkämpften „Swing States“. Was genau sind Swing States? Swing States, auch „Battleground States“ genannt, sind US-Bundesstaaten, in denen das Wahlergebnis bei Präsidentschaftswahlen unvorhersehbar ist. Hier wechseln die Mehrheiten oft zwischen Demokraten und Republikanern. Im Gegensatz dazu gibt es „sichere“ Staaten, die fest zu einer Partei gehören, wie Kalifornien für die Demokraten oder Texas für die Republikaner. Warum sind die Swing States so wichtig? In den meisten Staaten ist der Wahlausgang schon vorhersehbar, sodass die Kandidaten dort weniger Wahlkampf machen. Stattdessen konzentrieren sie ihre Zeit und Mittel auf die wenigen Swing States, wo der Ausgang der Wahl noch unklar ist und die meisten Wahlkampfveranstaltungen stattfinden. Welche Gemeinsamkeiten haben diese Swing Counties? Sie liegen oft in Vorstädten oder am Rand von Großstädten. Sie haben eine gemischte Bevölkerung aus städtischen und ländlichen Gebieten. Die Wählerschaft ist ethnisch und sozioökonomisch divers. Es gibt einen hohen Anteil an unabhängigen und wechselwilligen Wählern. Wirtschaftliche Themen wie Arbeitsplätze und Lebenshaltungskosten spielen eine große Rolle.

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