Sie hat eine symbolische Kraft: Die brennende Kerze, ein Licht in dunklen Zeiten. Am Tag nach der Amokfahrt in Mannheim zünden in der CityKirche Konkordien hunderte Menschen Kerzen an, gedenken gemeinsam der Opfer, beten für die Verletzten und suchen Trost in der Gemeinschaft.
Reformpaket der Bundesregierung: Reaktionen aus Niedersachsen
Die Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich auf ein umfassendes Reformpaket verständigt. Im Mittelpunkt stehen Steuerentlastungen für Familien, Änderungen bei der Krankschreibung und eine Rentenreform.
Mehrere Magen-Darm-Infektionen am See
Das Gesundheitsamt im Sauerland warnt: Wer am Sorpesee baden will, soll das nur an den ausgewiesenen und kontrollierten Badestellen tun. Mehrere Menschen haben sich nach dem Schwimmen an nicht offiziellen Stellen mit Magen-Darm-Erkrankungen angesteckt. Schon mehrere Badegäste klagen nach dem Schwimmen an nicht kontrollierten Uferabschnitten über Magen-Darm-Beschwerden. Die offiziellen Badestellen am Sorpesee prüft der Kreis regelmäßig – dort gibt es bisher keine Auffälligkeiten. Auch im Naturbad Ennigerloh sind am Wochenende mehrere Badegäste erkrankt, bei einigen wurde das Norovirus festgestellt. Das Gesundheitsamt untersucht noch, ob das Wasser im Naturbad Ennigerloh die Ursache der Erkrankungen ist. Das Gesundheitsamt rät dringend: Geht nur an den offiziell kontrollierten Badestellen am Sorpesee ins Wasser. Die Ergebnisse zur Wasserqualität im Naturbad Ennigerloh kommen morgen.
42-jähriger stirbt nach Polizeischüssen im Garten
Ein 42-jähriger Mann greift in Remscheid zwei Mädchen und Polizisten an. Die Polizei verfolgt ihn bis in den Garten einer Familie. Dort eskaliert die Situation – am Ende schießt ein Polizist auf den Mann. Die Polizisten versuchen zuerst, den Angreifer mit einem Taser zu stoppen – ohne Erfolg. Der Mann wirft eine Brechstange nach den Beamten. Daraufhin ziehen die Polizisten ihre Waffen und schießen. Ursula, die direkt nebenan wohnt, sieht alles mit eigenen Augen. Sie erzählt, wie Polizei und Sanitäter am Tatort arbeiten und der Mann bis zum Morgen am Boden liegt. Ursula sagt, sie habe nicht alles mitbekommen – aber für alle sei die Situation extrem belastend gewesen. Jetzt ermitteln die Behörden, ob die Polizei richtig gehandelt hat. Die Gründe für die Eskalation der Lage sind derzeit noch unklar.
Angehende Lehrer besuchen Jüdisches Museum in Dorsten
Schulministerin Feller geht heute mit Lehramtsanwärtern ins Jüdische Museum nach Dorsten. Sie sprechen dort über jüdisches Leben, die NS-Zeit und Antisemitismus heute. Feller will erreichen, dass diese Themen in der Lehrerbildung und im Unterricht eine größere Rolle spielen. Feller sagt, Schulen müssen sich mit diesen Themen beschäftigen. Eine angehende Lehrerin erzählt, der Museumsbesuch beeindruckt sie nachhaltig und zeigt ihr, wie wichtig es ist, sich schon in der Ausbildung mit jüdischem Leben und Antisemitismus auseinanderzusetzen. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass Schulen neben der Wissensvermittlung auch Werte wie Respekt gegenüber jüdischem Leben und Antisemitismus thematisieren. So sollen Schulen zu Orten werden, an denen Aufklärung und Respekt selbstverständlich sind.
Nach US-Klagen: Bayer lagert Glyphosat aus
Bayer kämpft in den USA seit Jahren mit einer riesigen Klagewelle rund um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Jetzt macht ein Urteil des Supreme Court neue Klagen gegen den Konzern schwieriger: Wer auf den Verpackungen eine Krebswarnung vermisst, kann das nicht mehr als Grund für eine Klage anführen. Für Tausende laufende Verfahren könnte das das Aus bedeuten. Trotz des Erfolgs vor Gericht bleibt die Lage für Bayer angespannt. Die vielen bisherigen Klagen und die Unsicherheit auf dem US-Markt machen dem Unternehmen weiter zu schaffen. Ein milliardenschwerer Vergleich zeigt, wie teuer der Streit für Bayer ist. Bayer reagiert auf die Situation und gründet für das US-Geschäft mit Glyphosat ein eigenes Unternehmen: Ruveon. Der neue Ableger sitzt in Saint Louis und gehört weiterhin zum Bayer-Konzern. Mit Ruveon will Bayer schneller und flexibler auf die Anforderungen in den USA reagieren. Mit Ruveon stellt Bayer seine Strategie auf die neuen rechtlichen Bedingungen ein. Die Folgen der Auslagerung für den US-Markt und die offenen Klagen sind derzeit nicht bekannt.
Mann sticht auf Frau in Essener U-Bahn ein
Ein unbekannter Mann sticht am Mittwochabend am Essener U-Bahnhof Viehofer Platz plötzlich auf eine 58-jährige Frau ein. Zeugen sehen den Angriff direkt auf dem Bahnsteig und rufen sofort die Rettungskräfte. Sanitäter und Notarzt kümmern sich noch am Tatort um die schwer verletzte Frau und bringen sie dann ins Krankenhaus. Die Polizei sucht jetzt nach einem etwa 20 bis 25 Jahre alten, schlanken Mann mit schmalem, eingefallenem Gesicht. Er ist ungefähr 1,70 Meter groß, spricht Arabisch und trug eine schwarze Kappe. Wer Hinweise hat, soll sich melden. Wer am Bahnhof etwas Verdächtiges beobachtet oder den Täter erkennt, kann der Polizei mit Hinweisen helfen. Es ist wichtig, aufmerksam zu bleiben und im Notfall sofort den Notruf zu wählen. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln wegen versuchten Totschlags. Die Ermittler haben die Tatmotivation noch nicht festgestellt. Sie schauen sich jetzt Videoaufnahmen an und sprechen mit Zeugen.
Reformpaket der Koalition - Bringt es den erhofften Aufschwung?
Das neue Reformpaket der Bundesregierung stellt das Leben vieler Familien, Arbeitnehmer und Minijobber in Deutschland auf den Kopf. Die Regierung will damit vor allem für Entlastung sorgen und einige Regeln grundlegend verändern. Viele Familien in Nordrhein-Westfalen sind von den möglichen finanziellen Auswirkungen der Reformen betroffen. Wer einen Minijob hat, wünscht sich vor allem klare Regeln und mehr Sicherheit im Job. Die höhere Pauschalsteuer für Minijobs – sie steigt von zwei auf fünf Prozent – macht vor allem Beschäftigten in der Gastronomie Sorgen. Familien mit zwei Kindern können sich dagegen freuen: Sie sparen durch die Reformen bis zu 600 Euro im Jahr. Die Meinungen zu den neuen Regeln gehen aber weit auseinander. CDU und SPD in NRW loben das Reformpaket und sehen darin einen echten Fortschritt, vor allem für Familien und die Wirtschaft. FDP und AfD dagegen finden die Maßnahmen nicht ausreichend oder sogar belastend – besonders, wenn es um die Entlastung und die neuen Regeln für Minijobs geht.