Der Ozean ist eine Symphonie von Geräuschen, von den melodischen Gesängen der Wale bis zu den leisen Schlägen und dem Stöhnen der Fische. Doch Meeresforscher haben lange Zeit angenommen, dass Haie, eine Gruppe von über 500 Arten, unter Wasser nicht absichtlich Geräusche erzeugen. Manche Fische nutzen Muskelkontraktionen, um ihre Schwimmblase, ein mit Gas gefülltes Organ, das den Auftrieb unterstützt, als eine Form der Kommunikation in Schwingung zu versetzen, aber Haie haben dieses Organ nicht. Haie sind getarnte Jäger, die mit einer Haut ausgestattet sind, die den durch ihre Bewegungen erzeugten Lärm dämpft. Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift Royal Society Open Science veröffentlicht wurde, deutet jedoch darauf hin, dass eine häufige Art aus Neuseeland mit ihren Zähnen absichtlich Geräusche erzeugen könnte. Carolin Nieder, die leitende Bioakustikerin an der Woods Hole Oceanographic Institution, erkannte nicht sofort, was sie da hörte, als ein Hai anfing zu klicken“. „Als ich das Geräusch zum ersten Mal hörte, dachte ich, dass es sich wie elektrische Funken anhört. Ich wusste, dass Haie stumm sind und keine aktiven Geräusche von sich geben, also habe ich das Klicken zunächst nicht registriert, aber dann passierte es immer wieder“, erklärte Nieder. Das Klicken stammte von einem gefleckten Mündungshai, einer Art, die Dr. Nieder auf ihre Hörfähigkeit hin testete. Diese Art, die zwischen 27 und 60 Zentimeter groß werden kann, kommt in allen neuseeländischen Gewässern vor und ist auf den Speisekarten von Fisch- und Pommesbuden als „Zitronenhai“ bekannt. Das in der Studie festgestellte Klickverhalten ist der erste dokumentierte Fall, in dem ein Hai absichtlich Geräusche unter Wasser macht. Der Mitautor der Studie, Eric Parmentier von der Universität Lüttich, vermutet, dass das Geräusch vom kräftigen Zusammenschnappen der flachen, plattenartigen Zähne des kleinen Hais herrühren könnte. Die Forscher glauben, dass es auch andere Haie gibt, die Geräusche erzeugen, aber sie bitten die Menschen dringend, einen respektvollen Abstand einzuhalten und keine Reaktionen zu provozieren.
Neuer Streckenrekord beim Bergrennen in Mickhausen
43. Bergrennen Mickhausen: Nach dem Ausstieg des ASC Bobingen hat der neu gegründete Verein Bergrennen Mickhausen das Traditionsrennen übernommen und zum zweiten Mal ausgerichtet. Insgesamt 149 Rennfahrer gingen an diesem Wochenende an den Start – und Fahrer Patrik Zajelsnik hat dabei einen neuen Streckenrekord aufgestellt: Mit rund 46,6 Sekunden unterbot er die bisherige Bestzeit des Italieners Simone Faggioli aus dem Jahr 2011 um knapp 20 Hundertstelsekunden. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer ist das Bergrennen ein fester Termin im Kalender. 125 ehrenamtliche Helfer und 97 Vereinsmitglieder machten das Rennen möglich. Gegründet wurde der Verein im Februar 2025 von Klaus Morhammer, nachdem dem ASC Bobingen nach 20 Jahren die Helfer gefehlt hatten. Wie das Ehrenamt das Bergrennen rettet und was die Neugründung mit sich gebracht hat, zeigt dieser Beitrag.
Als Schwammregion gegen die Trockenheit
Schwammregion Holzwinkel und Altenmünster: Starkregen, Trockenheit und sinkende Grundwasserstände stellen viele Regionen vor Herausforderungen. Deshalb hat sich der Wasserpakt des Regierungsbezirks Schwaben in der Schwammregion Holzwinkel und Altenmünster getroffen. Ziel ist es, dass die Region wie ein Schwamm künftig Regenwasser besser speichert, damit in Trockenperioden mehr Wasser zur Verfügung steht. Das Wasser soll möglichst dort versickern, wo es fällt. Lösungsvorschläge reichen von der Begrünung von Flächen bis zur besseren Bewirtschaftung von Äckern, die Umsetzung gelingt laut Experten nur durch Zusammenarbeit der Landwirte mit den Gemeinden. Wie das konkret vor Ort aussehen kann, zeigt dieser Beitrag.
Zwei Deutsche erhalten den Medizin-Nobelpreis 2026
Karl Deisseroth, Peter Hegemann und Georg Nagel erhalten den Medizinnobelpreis 2026 für ihre Forschung zu lichtgesteuerten Ionenkanälen und Optogenetik, die neue Möglichkeiten der Kartierung des Gehirns eröffnet.
So geht Mountainbiken und Wandern im Augsburger Wald ohne Stress
Mountainbike-Trails bei Augsburg: Bei den Leitersbacher Trails wird naturverträgliches und sicheres Mountainbiken vorgestellt und damit ein Lösungsansatz für das Miteinander im Wald. Denn Wanderer und Biker kommen sich auf den Wegen gerne mal in die Quere. Trails sind eigens für Mountainbikefahrer vorgesehene Pfade mit extra platzierten Hindernissen. Sie verhindern die unerlaubte Nutzung von Trampelpfaden und bieten gesicherte Strecken für die Fahrer. Für den staatlichen Forstbetrieb Zusmarshausen sind die Trails eine Chance, den Wald gemeinsam zu gestalten: Kooperation statt Konfrontation. Mountainbikeverein und Forstbetrieb pflegen die Strecken gemeinsam, beseitigen Fahrrinnen und Sturmschäden. Was das für Waldbesucher bedeutet und warum die Trails für Mountainbiker wie David Vogg so wichtig sind, zeigt dieser Beitrag.
Brückensanierungen in Augsburg belasten den Verkehr
Brückensanierungen in Augsburg: Wer in diesen Tagen mit dem Auto in der Stadt unterwegs ist, braucht Geduld. Auf der B17 wird die Fabrikkanalbrücke in Göggingen saniert, zudem wird die MAN-Brücke in Lechhausen wegen festgestellter Mängel untersucht. Die 45 Jahre alte Fabrikkanalbrücke wird täglich von rund 42.000 Fahrzeugen befahren, viele davon Schwertransporter – die hohe Belastung hat zu Rissen geführt. Die erste Bauphase endet diese Woche, im November geht es auf der anderen Fahrbahnseite weiter, dann wird die B17 in Fahrtrichtung Landsberg gesperrt und der Verkehr Richtung A8 über eine provisorische Überfahrt geleitet. Für die Untersuchung der MAN-Brücke steht inzwischen ein Gerüst in der Berliner Allee, deswegen entfällt der separate Rechtsabbiegestreifen. Welche Auswirkungen die Bauarbeiten auf den Verkehr haben, erklären Baureferent Steffen Kercher und Tiefbauamtsleiter Gunther Höhnberg.
Und Abfahrt: Busunternehmen BBS Brandner feiert 100 Jahre Jubiläum
100 Jahre BBS Brandner: Das Busunternehmen aus Krumbach feiert sein großes Jubiläum mit einer Feier in Ursberg, wo vor rund 100 Jahren das allererste Fahrzeug eingeweiht wurde. Was damals mit Dieselfahrzeugen begann, läuft heute mit Elektrobussen. Geschäftsführer Josef Brandner leitet das Familienunternehmen in der dritter Generation. Gerade in ländlichen Regionen steht der ÖPNV vor Herausforderungen, weshalb BBS Brandner schon seit 2009 Rufbusse einsetzt. Das nächste große Projekt heißt autonomes Fahren, unterstützt von Bayerns Digitalminister Fabian Mehring. Welche Hürden es dafür noch zu überwinden gilt, zeigt dieser Beitrag.
Block-Anwalt als Zeuge: Information fiel «vom Himmel»
Gegen Ende des Block-Prozesses sind noch einmal Zeugen geladen. Ein Anwalt der Block-Familie berichtet von den Tagen nach der Entführung. Warum zudem die neue Frau des Vaters erneut aussagen soll.