Die Oper in der Krypta unter der Peterskirche hat erneut bewiesen, warum sie zu den eindrucksvollsten Kammeropern Wiens zählt. Mit Giuseppe Verdis „Rigoletto“ gelang eine Aufführung, die vom ersten Ton an unter die Haut ging. Gänsehaut pur – getragen von einem Ensemble, das mit Leidenschaft, Präzision und emotionaler Wucht einen unvergesslichen Opernabend geschaffen hat. Seit zehn Jahren begleiten wir die Oper in der Krypta medial – und es ist jedes Mal eine Freude, zu erleben, wie viel künstlerische Kraft in diesem besonderen Raum steckt. Eine tiefe Verbeugung vor den Künstlerinnen und Künstlern, die diesen Abend gezaubert haben. Florian Pejrimovsky verkörpert Rigoletto mit schneidender Intensität, Mirella Alexandrova berührt als Gilda mit glasklarer Stimme und großer Zerbrechlichkeit. Sergio Tallo‑Torres gibt dem Herzog von Mantua jene gefährliche Mischung aus Charme und Rücksichtslosigkeit. Max Sahliger beeindruckt in der Doppelrolle Monterone und Sparafucile, während Eli Our als Maddalena starke Akzente setzt. Die musikalische Leitung von Ekaterina Nokkert trägt das Ensemble sicher durch Verdis dramatische Bögen. Ein Abend, der zeigt, wie nah große Oper gehen kann – besonders hier, in der Krypta unter der Peterskirche.
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