Leapmotor B10 160kW (218PS) Design Pro Max - Neuzugang Leapmotor ist ein chinesischer E-Auto-Hersteller der nun im Stellantis-Konzern eine besondere Rolle spielt. Die Technik ist sehr weit entwickelt und somit auch für die Zukunft der Stellantis-Marken interessant. Wer allerdings Leapmotor für eine reine Elektro-Marke hält, der irrt. Das von uns getestete Modell ist zwar die reine Elektro-Variante, verfügbar ist aber auch eine Hybrid Version mit Range Extender mit dem Rezept gegen die noch immer verbreitete Reichweitenangst, die viele Zeitgenossen mit der Elektromobilität verbinden. Daraus resultiert auch die enorme Kaufzurückhaltung, auf die Leapmotor, wie einige andere Chinesen, sehr schnell reagiert hat. B10 Hybrid: Unter der Fronthaube des Hybrid EV, arbeitet ein 1,5-Liter großer Verbrennungsmotor mit 67 PS , der allerdings nicht für den Antrieb zuständig ist. Den übernimmt ein 160 kW bzw. 218 PS starker Elektromotor am Heck, der mit einem 18,8 kWh starken Akku verbunden ist. Der Verbrennungsmotor fungiert in dieser Anordnung allein als Generator, der bei Bedarf den im Wagenboden platzierten Akku mit Energie versorgt. Diese Kombination soll eine Reichweite von 900 Kilometern ohne Zwischenstopps an der Ladestation ermöglichen. B10 Electro: Wir fuhren den B10 als E-Variante und als Top Modell Design ProMax mit dem alleinigen E-Antrieb. Das Fahrzeug ist optisch recht ansprechend und sieht sich in der aktuell modernen Designsprache. Auch wenn der B10 gefällig ist, optische Alleinstellungsmerkmale hat er wenig, fällt aber auch nicht negativ auf. Mit 4,51 Metern Länge ist der B10 irgendwo zwischen einem VW ID.3 und ID.4 zu finden. Vorne wie hinten gibt es ausreichend Platz für die meisten Passagiere. Die hellen Oberflächen des Testwagens mit dem serienmäßigen Glasdach ergeben ein angenehmes Ambiente. Trotz der überschaubaren Abmessungen (4,57 Meter) ist der Innenraum erstaunlich geräumig. Die Sitze vorne sind vor allem in Richtung Komfort ausgelegt und bieten ausreichenden Seitenhalt. Vorne wie hinten herrschen angenehme Platzverhältnisse, und im Fond gibt es eine vorbildliche Kopffreiheit in dieser Klasse. Die Materialien sind dem aufgerufenen Preis entsprechend zum Teil einfach, aber sauber verarbeitet. Der B10 ist ein Angebot für Zeitgenossen, die eine gelassene Fahrweise bevorzugen. Als Kurvensportler eignet sich der B10 nicht, doch wahrscheinlich erwartet die angesprochene Zielgruppe das auch nicht. Das vor allem in Richtung Komfort abgestimmte Fahrwerk schluckt die schlimmsten Sünden der Fahrbahn souverän, wobei allerdings die Lenkung in der Einstellung „Comfort“ etwas präziser ausfallen könnte. Bis Tempo 120 km/h ist die Geräuschentwicklung dezent, und erst danach machen sich die Windgeräusche bemerkbar, ohne allerdings zu stören. Mit seinen 160 kW bzw. 218 PS bietet der B10 ausreichend Leistung, allerdings ist der Leapmotor alles andere als ein Sportler: Das Drehmoment liegt bei bescheidenen 240 Nm und dies aus gutem Grund. Eine Elektroauto-typische Beschleunigung, kostet viel Energie und wer nutzt dies schon ein weiteres Mal nach der ersten Testbeschleunigung. Auch wenn andere E-Autos schneller spurten, der B10 ist eher der sparsame Familien-Laster. Den WLTP-Verbrauch gibt Leapmotor mit 17,3 kWh/100km an, was wir naturgemäß mit Spurts und Höchstgeschwindigkeit nicht erreichen konnten. Bei der DC-Ladeleistung sagt die Werksangabe 168 kW mit einer von Leapmotor angegebene Ladedauer von 20 Minuten für die Ladung von 30 auf 80 Prozent. Eine Vorkonditionierung fürs Laden gibt es nicht, was bei dem Preisangebot aber kaum überraschen sollte. Vor dem Fahrer befindet sich eine kompakte digitale Informationszentrale, bei der die Anzeigen im Interesse einer besseren Ablesbarkeit allerdings etwas größer ausfallen könnten. Über den zentralen 14,6 Zoll-Bildschirm werden das Infotainmentangebot sowie die Fahrzeugfunktionen und die Konnektivität gesteuert.Die Features und die Bedienung der Multimedia-Einheit entspricht dem Zeitgeist , was aber auch heißt, dass sich Funktionen erst entdecken lassen müssen. Mit der Zeit wird dies natürlich verinnerlicht, nur der Anfang hat seine Hürden. Wird beispielsweise das Sitzheizungs-Symbol geöffnet, ist sofort eine Übersicht für die Sitzheizung und Sitzkühlung der Vordersitze sowie dier Lenkradheizung zu sehen. Und das in einem Fahrzeug das weniger als 34.000 Euro kostet! Die Möglichkeiten sind vielfältig uns beeindruckend. Auch die Aufpreisliste ist recht kurz, da vieles schon in der Basis enthalten ist. Die erste Ausfahrt ist unspektakulär. Allein das Öffnen des Wagens mit der NFC-Karte am linken Aussenspiegel weckt einige Fragen zu dem kreisrunden Kratzern durch Auflegen. Zudem wäre es schön, müsste der Fahrzeuglenker das Auto nicht jedes mal umrunden bevor er den Kofferraum öffnet. Apropos öffnen.. Ist nur eine Hand frei wird das jonglieren mit drücken und aufziehen der Türgriffe mühsam. Das Fahrverhalten des Leapmotor ähnelt auch anderen Stellantis-Modellen. Nur der Blick auf das Lenkrad und das Display verrät, dass es der Leapmotor B10 ist. Bei Betätigung der Blinker, erscheinen auf dem 14,6 Zoll großen Touchscreen gleich zwei Darstellungen der 360-Grad-Kamera – einmal eine Draufsicht von oben und eine Third-Person-Ansicht, die per Fingergeste frei wählbar ist. Mit 420 Litern in der Standard-Konfiguration ist das Ladevolumen des Kofferraums eher Durchschnitt, allerdings auch gut nutzbar durch klare Flächen. Für das Ladekabel gibt es zudem einen kleinen Frunk unter der Fronthaube, da der Elektromotor beim B10 an der Hinterachse sitzt. In Deutschland hat Leap Motor seit Marktstart mittlerweile ein Netz von mehr als 130 Stützpunkten aufgebaut, das bis Ende des Jahres auf die Zahl von rund 200 wachsen soll. Das Fazit ist unter Berücksichtigung des sehr interessanten Preises positiv. Der Kunde erhält viel Auto für sein Geld, wenn auch mit einigen kleinen Ärgernissen, die aber schnell akzeptiert sind. Als typisches neues Nutzungsformat hat sich das kurzzeit-geleaste E-Auto ohnehin von einem hochqualitativen Lebenszyklus von mehreren Jahren bis zur Weitergabe an die Kinder verabschiedet, womit auch kleine Kompromisse für einen sensationellen Preis ab 29.900,- Euro zu akzeptieren sind.
Der neue Ford Explorer - Das Interieurdesign
Auch das Kommunikations- und Infotainmentsystem SYNC Move3 kennzeichnet die neue Ära. Das voll vernetzte System lässt sich über einen schwenkbaren Touchscreen mit 14,6-Zoll-Diagonale bedienen. In der niedrigsten Stellung dient dieser als Abdeckung für den „My Private Locker“ und schützt die darin abgelegten Wertgegenstände vor begehrlichen Blicken. Gleichzeitig enthält das verschließbare Fach ab Werk induktive Ladeanschlüsse für entsprechend ausgestattete Smartphones. Auch die Smartphone-Integration via Android Auto4 und Apple CarPlay4 gelingt kabellos. Als ebenso praktisch erweisen sich die flexiblen Batterie-Ladeoptionen des vollelektrischen Explorer. Unterwegs zeigt das Infotainmentsystem die sinnvollsten Ladepunkte auf der geplanten Route an. Ladevorgänge an der heimischen Wallbox lassen sich sehr einfach programmieren – so können die Nutzer des E-Crossover-Modells jeweils die günstigsten Stromtarife nutzen oder auch ihr Fahrzeug vor dem Start vorklimatisieren lassen, während es batterieschonend noch am Stecker hängt.
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