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Cupra Raval VZ Extreme – Elektrischer Stadtflitzer mit Aufpreisliste

Cupra Raval VZ Extreme – Elektrischer Stadtflitzer mit Aufpreisliste Ganz gegen den Trend ist Cupra die Marke im VW-Konzern die noch für schwarze Zahlen sorgt, kein Wunder also, dass der neue Cupra Raval die neue elektrische Kleinwagenfamilie des VW-Konzerns als erstes Modell präsentiert. Dieses „Urban Electric Car“ trägt den Namen eines Szeneviertels Barcelonas und soll die Straßen mit „seinem rebellischen, urbanen Elektro-Charakter“ erobern. Frontpartie, Lichtsignatur, bündige Türgriffe und die straffe Seitenlinie signalisieren schon im Stand, dass er ein „Must Have“ der Lifestyle-Szene sein möchte, mit klarer Abgrenzung zu den eher biederen Konzernverwandten VW ID Polo und Skoda Epiq. Doch wie schon beim Born ist nicht jede Variante ein technisches Highlight, was allerdings auch den weniger begüterten die Chance gibt ein wirklich attraktives Modell zu einem dann günstigerem Einstiegspreis zu fahren. Wen interessiert schon im urbanen Verkehr, dass die Schwestern deutlich bessere Leistungswerte aufweisen. Wir fuhren im ersten Test den Cupra Raval VZ, der das visuelle Versprechen des Auftritts auch liefert. Doch diese Dynamik mit Temperament läßt den Einstiegspreis von 25.950 Euro dann mit der Topversion auf 46.525 Euro schnellen. Die 4,05 Metern Länge des Raval ist stadttauglich und handlich. Der Radstand von 2,60 Metern sorgt für stimmige Proportionen und Geräumigkeit, die erhöhte Sitzposition erleichtert die Übersicht, und im dichten Verkehr helfen die kompakten Maße ebenso wie die verfügbaren Assistenzsysteme. Der Kleinwagen erfüllt damit die Anforderungen des urbanen Alltags, ohne den sportlichen Cupra-Markenanspruch aufzugeben. Dazu passt auch der Kofferraum, der ein Kaufargument darstellt da die neuen Konzern-Kleinwagen nun wieder mit Frontantrieb fahren entsteht Raum für einen tiefen Laderaum. Im Fall des Raval sind das erstaunliche 441 Liter. Im Fond wird es allerdings für Passagiere relativ eng. Stimmig wirkt dagegen das Raval-Cockpit. Cupra kombiniert ein 10,25-Zoll-Digitalinstrument mit einem 12,9-Zoll-Touchscreen und setzt auf eine Darstellung, die modern, aber nicht überladen wirkt. Die Tasten am Lenkrad, die klare Struktur der Mittelkonsole und die insgesamt ablenkungsarme Gestaltung deuten an, dass hier jemand verstanden hat, wie Bedienung im Auto funktionieren sollte. Umso irritierender, dass Cupra ausgerechnet bei häufig genutzten Funktionen nicht konsequent weiter gedacht hat. Wie schon gesagt, der Cupra Raval ist auch für wenig Geld zu haben, bei der Top-Variante finden aber Anspruch und Optik erst zueinander. Dies heißt: In der Top-Motorisierung ist er das wonach er aussieht – ein kleiner Topsportler für den urbanen Raum. In der Stadt ist der kleine Stromer flink genug, um sich durch Lücken zu wuseln, Einparken ist ein Kinderspiel und auf kurvigen Landstraßen wirkt er agil, direkt und hungrig auf Lastwechsel. Der kräftige Antritt aus niedrigen Geschwindigkeiten, die präzise Vorderachse und die insgesamt hohe Traktion verleihen dem Wagen eine spürbar sportliche Berechtigung. Zum positiven Fahreindruck tragen vor allem die technischen Zutaten der VZ-Version bei. Das elektronische Sperrdifferenzial, die breiteren 235er-Reifen und das adaptive Fahrwerk machen aus dem Cupra Raval ein echtes Freizeitvergnügen . In den Modi Performance und Cupra tritt die Abstimmung sehr straff auf. Die Spurstabilität ist selbst dann noch gegeben, wenn andere Fronttriebler bereits zum Untersteuern neigen. Allerdings kann Cupra auch etwas übertriebn posen. Ein Druck auf den Fahrmodus-Schalter, und der Raval möchte akustische Aufmerksamkeit. Wer es braucht.... Die Grundversion startet mit 116 PS, also 85 kW. Das reicht im Stadtverkehr ganz sicher, das Design verspricht aber viel mehr. Noch weiter öffnet sich die Schere der Möglichkeiten beim Laden. Ab Sommer 2026 kommt der Raval in zwei Batterievarianten und jeweils zwei Leistungsstufen. Unten beginnt die Baureihe mit einer 37-kWh-LFP-Batterie, kombiniert mit 116 oder 135 PS. Darüber rangiert die 52-kWh-NMC-Batterie mit 211 oder 226 PS. Betrachten wir den Preis für die Basis, ist eine Schnellladeleistung zwischen 50 und 90 kW DC schwierig zu argumentieren – aber vielleicht lockt das rebellische Kleid des Raval? Ehlicherweise wird aber sowohl Leistung und Ladezeit für Kurzstrecke mit eigener Wallbox absolut ausreichen. Erst bei längere Strecken und dem Bedarf nach kurzen Ladezeiten wird die größere Batterie erforderlich machen. Die Preisfrage wird also zu Diskussionen führen. Der Einstiegspreis von 25.950 Euro klingt zunächst nach einem noch akzeptablen Türöffner und wird auch für eine kleine Zielgruppe sinnvoll sein. Den Raval, der fahrdynamisch und emotional wirklich beeindruckt,erhält der Kunde aber erst nach einem ordentlichen Aufpreis. Die von uns gefahrene Topversion VZ kostet dann auch 46.525 Euro – was die Frage nach größeren Cupra-Modellen beim Händler provoziert.. So zeigt sich der Cupra Raval mit zwei Gesichtern. Er ist ein Elektro-Kleinwagen mit gelungenem Bedienkonzept, großem Kofferraum und mit mehr Leistung als erfreulich sportlich. Die günstige Einstiegsvariante lässt vieles vermissen, ist aber optisch ein Gewinn. Wer darauf setzt und mit theoretischen Leistungsmerkmalen im Stadtverkehr ohnehin nichts anfangen kann, ist auch mit der kleinen Einstiegsvariante gut bedient. Die teuere VZ-Variante ist aber schon toll...

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