Die deutsche Nationalmannschaft geht mit einem unerwarteten Rückschlag in die K.o.-Phase der Fußball-WM 2026. Beim 1:2 gegen Ecuador kassierte das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann seine erste Niederlage nach zuvor elf Länderspielen in Folge und hinterließ dabei viele offene Fragen. Dabei begann die Partie vielversprechend. Bereits in der zweiten Minute brachte Leroy Sané die DFB-Auswahl in Führung. Doch anstatt Sicherheit zu gewinnen, verlor Deutschland laut Nagelsmann anschließend die Kontrolle über das Spiel. Der Bundestrainer kritisierte vor allem die Positionierung seiner Mannschaft und bemängelte, dass nach dem frühen Treffer zu viel Risiko und zu wenig Geduld ins Spiel gekommen seien. Besonders die körperbetonte Spielweise Ecuadors bereitete den Deutschen große Probleme. Im Mittelfeld fehlte häufig der Zugriff, Zweikämpfe gingen verloren und die Mannschaft fand kaum Lösungen gegen den aggressiven Gegner. Auch taktische Anpassungen, darunter die spätere Umstellung auf eine Dreierkette, brachten nicht die erhoffte Stabilität. Für zusätzliche Diskussionen sorgte Manuel Neuer. Der Torhüter musste erneut zwei Gegentreffer hinnehmen, wurde von Nagelsmann jedoch ausdrücklich in Schutz genommen. Nach Ansicht des Bundestrainers waren weder der frühe Ausgleich noch das entscheidende 1:2 in der Schlussphase für den 40-Jährigen haltbar. Trotz der Niederlage will Nagelsmann die Partie schnell abhaken. Der Fokus liegt nun auf dem Sechzehntelfinale in Boston. Dort soll die Mannschaft die richtigen Lehren aus dem schwächsten Auftritt des bisherigen Turniers ziehen. Klar ist jedoch: Die Euphorie der vergangenen Tage hat einen spürbaren Dämpfer erhalten, und die Zweifel an der Turnierform des DFB-Teams sind vor der K.o.-Runde größer geworden.
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