Einem neuen Bericht zufolge hat Russlands großangelegter Einmarsch in die Ukraine mittlerweile über zwei Millionen militärische Opfer gefordert. Laut dem Center for Strategic and International Studies (CSIS) belaufen sich die russischen Verluste auf schätzungsweise 1,4 Millionen, darunter gefallene, verwundete und vermisste Soldaten. Der Bericht schätzt, dass seit Kriegsbeginn im Februar 2022 rund 450.000 russische Soldaten gefallen sind. Die ukrainischen Militärverluste werden auf 525.000 bis 625.000 geschätzt, darunter 125.000 bis 150.000 Tote. Nach Ansicht der CSIS-Forscher hat der Konflikt die Schlacht von Stalingrad hinsichtlich der Gesamtzahl der Opfer wahrscheinlich bereits übertroffen und zählt damit zu den blutigsten Kriegen der modernen Geschichte. Diese Erkenntnisse wurden veröffentlicht, nachdem Russland in der Nacht einen seiner größten Luftangriffe auf Kiew gestartet hatte. Ukrainische Beamte berichten, dass mindestens 30 Menschen getötet und 91 weitere verletzt wurden, nachdem Hunderte von Drohnen und Dutzende von Raketen die Hauptstadt getroffen hatten. Die ukrainische Luftwaffe behauptet, Russland habe 496 Drohnen und 74 Raketen abgefeuert und 33 Ziele in Kiew getroffen. Moskau erklärte, die Angriffe hätten militärischen Einrichtungen gegolten, während die Ukraine Russland vorwarf, zivile Gebiete angegriffen zu haben, und erneut westliche Luftverteidigungssysteme forderte.
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