Eine Bundesjury erhob Anklage gegen den ehemaligen olympischen Kanuten David Hearn wegen Sachbeschädigung am frisch renovierten Lincoln Memorial Reflecting Pool. Laut Staatsanwaltschaft beobachteten Mitarbeiter des National Park Service, wie der 67-Jährige am 19. Juni die Beckenfolie mit Gewalt herausriss und so einen Schaden von über 1.000 US-Dollar verursachte. Hearn wies die Anschuldigung zurück und beteuerte, er habe lediglich eine bereits abblätternde Stelle berührt, nachdem er sie beim Fahrradfahren bemerkt hatte, und nichts entfernt. Seine Anwälte Norm Eisen und Mary Dohrmann bezeichneten die Anklage als empörend und politisch motiviert und argumentierten, die Verantwortlichen würden die Schuld für die Renovierungsmängel ungerechtfertigt hin- und herschieben. Die Staatsanwaltschaft entgegnete, die Augenzeugen hätten kein Motiv gehabt, die Ereignisse zu erfinden, und erklärte, Sachverständigengutachten würden die später im Prozess vorgelegten Kostenschätzungen für die Reparatur untermauern. Im Falle einer Verurteilung drohen Hearn bis zu zehn Jahre Haft. Die Geschworenen entscheiden jedoch letztendlich, ob die Staatsanwaltschaft seine Schuld zweifelsfrei bewiesen hat. Der Fall hat landesweit für Aufsehen gesorgt, da er auch die Sanierung des Schwimmbads, damit verbundene Wartungsprobleme und Vorwürfe politischer Motive seitens beider Seiten betrifft. Hearn beteuert, lediglich loses Material bewegt zu haben, während die Staatsanwaltschaft Beweise für vorsätzliche Beschädigung eines ikonischen amerikanischen Wahrzeichens vorlegt, gegen das er nun vor Gericht kämpfen wird.
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