China hat einen ballistischen Raketentest von einem Atom-U-Boot aus im Pazifik durchgeführt und damit Pekings zunehmendes Bestreben unterstrichen, seine militärische Reichweite weit über die Küstenlinie hinaus auszudehnen. Laut der offiziellen Nachrichtenagentur Xinhua wurde die Rakete mit einem Attrappensprengkopf um 12:01 Uhr Pekinger Zeit gestartet. Chinesische Behörden bezeichneten die Übung als Routineübung, die zuvor mit den relevanten Ländern kommuniziert worden sei und keinem bestimmten Ziel galt. Japan gab an, China habe seine Küstenwache vor einem bestimmten Gebiet südlich von Kap Shionomisaki gewarnt und bestätigte später, dass die Zone mit dem Raketenstart in Verbindung stehe. Tokio äußerte sich besorgt und forderte Peking auf, militärische Aktivitäten zu unterlassen, die Japans Sicherheit gefährden könnten, darunter Raketenstarts durch japanischen Luftraum. Auch Australien bestätigte, vorab informiert worden zu sein, während das US-Pazifikkommando zunächst keine Stellungnahme abgab. Der Start folgt auf Chinas seltenen öffentlichen Test einer Interkontinentalrakete im Pazifik im Jahr 2024 – die erste bekannte Übung dieser Art seit Jahrzehnten. China hat zudem die Stationierung von Flugzeugträgern und gemeinsame Patrouillen mit Russland ausgeweitet und dabei die U-Boot-gestützte ballistische Rakete JL-3 präsentiert. Satellitengestützte Überwachungsschiffe im gesamten Pazifikraum deuten darauf hin, dass die Übung sorgfältig vorbereitet war; Analysten zufolge spiegelt der Zeitpunkt monatelange Planung wider.
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