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Klage gegen Erzbistum nach Missbrauch in Netphen

Michael Schoppe verklagt das Erzbistum Paderborn auf Schmerzensgeld. Als Kind wurde er in einer Kapelle in Netphen im Siegerland monatelang von einem Priester missbraucht – damals war er neun Jahre alt. Schoppe sagt, der Missbrauch prägt sein Leben bis heute. Er leidet unter einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und einer posttraumatischen Belastungsstörung, ist Frührentner. Er wirft dem Bistum vor, nicht mit ihm reden zu wollen, und macht klar: Er will nicht länger schweigen. Zusammen mit einem weiteren Betroffenen fordert Schoppe Schmerzensgeld. Die Giordano-Bruno-Stiftung übernimmt die Prozesskosten und will damit ein Zeichen gegen die Verjährung von Missbrauchsfällen setzen. Christian Roßmüller von der Stiftung erklärt, dass die Stiftung mit dem Verfahren ein Zeichen gegen die Verjährung von Missbrauchsfällen setzen will. In den nächsten zwei Wochen reicht Schoppe die Klage beim Landgericht Paderborn ein. Das Erzbistum weiß von der geplanten Klage. Schoppe fordert mehr Anerkennung für Betroffene und will, dass sie nicht nur als Zahlen in Studien auftauchen.

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