Die Löscharbeiten dauerten am Dienstag, dem 28. Juli, weiter an, während Einsatzkräfte daran arbeiteten, aktive Waldbrandfronten im westlichen Teil der Autonomen Gemeinschaft Madrid einzudämmen. Die Feuerwehr stand vor entscheidenden Stunden, weil sich das Land auf die vierte Hitzewelle dieses Sommers zubewegte. Parallel dazu verschärften Trockenheit und hohe Temperaturen die Lage, sodass die Brandbekämpfung vielerorts unter erschwerten Bedingungen lief. Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders RTVE haben die Brände rund 50.000 Hektar in Ávila, 28.000 in Madrid und 8.500 in Castellón erfasst. Die landesweit verbrannte Fläche hat in diesem Jahr damit insgesamt 172.400 Hektar erreicht. In ganz Spanien blieben mehr als 180.000 Menschen evakuiert oder waren angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben, während die Behörden die Entwicklung der Feuer weiter beobachteten. Innenminister Fernando Grande-Marlaska bezeichnete den Brand in Ávila als „das bedeutendste und aggressivste Feuer in der Geschichte Spaniens“. Zugleich arbeiteten in der Nacht mehr als 400 Einsatzkräfte daran, den Brand bei Valdemaqueda in der Region Madrid einzudämmen, bevor sich die erwarteten Südwinde verstärken sollten. Behörden und Einsatzleitungen warnten, dass eine Winddrehung die Ausbreitung beschleunigen und bestehende Linien wieder aufreißen könne. Entscheidende Stunden vor neuer Hitzewelle Die Meteorologen sagten für große Teile Spaniens Höchstwerte von 36 bis 38 Grad Celsius voraus; in den Tälern von Guadiana und Guadalquivir sollten die Temperaturen 40 Grad Celsius (104 Fahrenheit) überschreiten. Unter diesen Bedingungen steigt das Risiko, dass Glutnester erneut aufflammen und neue Brandherde entstehen. Einsatzkräfte konzentrierten sich daher darauf, die aktiven Fronten zu stabilisieren und die Ausbreitung in gefährdete Gebiete zu verhindern.
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Klaus Robatsch, Kuratorium f. Verkehrssicherheit
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