Blaualgen sind Bakterien und werden auch Cyanobakterien genannt. Sie betreiben wie Pflanzen Fotosynthese und kommen natürlicherweise in Gewässern vor. Cyanobakterien heißen „Blaualgen“, weil einige durch Phycocyanin blaugrün gefärbt sind. Bei hoher Konzentration können sie das Wasser deutlich grünlich oder blaugrün färben. Cyanobakterien leben vor allem in Seen und anderen stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Sie können frei im Wasser schweben, aber auch auf Sedimenten, Steinen, Wasserpflanzen oder anderen Oberflächen wachsen. Wie entsteht eine Blaualgenblüte? Cyanobakterien gehören natürlicherweise zum Ökosystem eines Gewässers. Sie kommen weltweit vor und zählen zu den ältesten Lebewesen der Erde. Viele Nährstoffe im Wasser, vor allem Phosphor, können diese Entwicklung fördern. Hohe Wassertemperaturen und stabile Wetterlagen begünstigen die Vermehrung auch. Vermehren sie sich massenhaft, spricht man von einer Blaualgen- oder Cyanobakterienblüte. Dabei können sich grünliche Schlieren oder dichte Teppiche an der Wasseroberfläche bilden. Steigende Temperaturen durch den Klimawandel können solche Massenentwicklungen zusätzlich fördern. Wann werden Blaualgen gefährlich? Nicht jede Blaualge ist gefährlich. Einige Cyanobakterien können jedoch Giftstoffe, sogenannte Cyanotoxine, bilden. Bei hohen Konzentrationen können diese zum Gesundheitsrisiko werden. Blaualgen können besonders für Kinder, Allergiker und Tiere gefährlich sein. Sie können Übelkeit, Erbrechen und allergische Reaktionen verursachen. Bei hoher Konzentration kann deshalb ein Badeverbot ausgesprochen werden.
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