Entgegen der weitverbreiteten Ansicht, man müsse täglich 10.000 Schritte zurücklegen, um gesund zu bleiben, haben Studien gezeigt, dass auch die Intensität des Gehens eine entscheidende Rolle spielt. In einer im British Journal of Sports Medicine veröffentlichten Studie stellten Forscher fest, dass Menschen, die ihre Gesundheit verbessern wollen, ohne ihr tägliches Schrittpensum zu erhöhen, schneller gehen sollten. Die Studie untersuchte den Gesundheitszustand von einer halben Million Menschen im Vereinigten Königreich, um die Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Zusammenhang mit körperlicher Aktivität zu erforschen. Den Ergebnissen zufolge verringerte sich das Sterberisiko bei Personen, die täglich weniger als 5.000 Schritte in zügigem Tempo zurücklegten, im Vergleich zu jenen, die langsamer gingen. Gleichzeitig zeigte sich auch bei Menschen, die langsamer, dafür aber über längere Zeiträume hinweg gingen, eine vergleichbare Senkung des Sterberisikos durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Studie legt nahe, dass es sich für Personen, die weniger als 5.000 Schritte am Tag machen, lohnt, die Intensität ihrer Spaziergänge zu steigern – etwa durch ein Tempo von 100 Schritten pro Minute. Eine Möglichkeit, die Intensität des Gehens zu bestimmen, ist die Beobachtung der eigenen Atmung. Wenn man versucht, ein Lied zu singen, und dies schwerfällt, liegt das Gehtempo wahrscheinlich bei etwa 90 bis 100 Schritten pro Minute.
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