Mannheim - Nach monatelangen Ermittlungen melden die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Polizeipräsidium Mannheim Ermittlungserfolge im Zusammenhang mit einer Serie von Brandstiftungen, Schussabgaben und Schutzgelderpressungen in Mannheim und Umgebung. Nach bisherigem Ermittlungsstand sollen die Taten mit einer international agierenden kriminellen Organisation in Verbindung stehen, die unter dem Namen „Daltons“ beziehungsweise „Daltonlar“ bekannt ist. Seit März 2026 soll es zahlreiche Schutzgeldforderungen gegen Geschäftsleute aus Mannheim und Umgebung gegeben haben. Dabei sollen teilweise Summen im fünf- bis siebenstelligen Bereich gefordert worden sein. Insgesamt wurden bislang sechs Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 29 Jahren festgenommen. Gegen alle wurden Haftbefehle erlassen. Bei neun bundesweiten Durchsuchungen stellten die Ermittler unter anderem scharfe Schusswaffen und Munition sicher. Auch mehrere Brandstiftungen in Mannheim und der Region werden den Beschuldigten zugerechnet. Darunter der Brand an einem Gaststättengebäude im Mannheimer Quadrat R1 am 21. April, der Brand bei einem Autohandel in der Casterfeldstraße am 16. Mai sowie die Brandlegung an einem Firmen- und Wohnkomplex im Hockenheimer Gewerbegebiet Talhaus am 21. Juni. Die Ermittlungen reichen inzwischen über Baden-Württemberg hinaus. Auch in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen werden den Beschuldigten weitere Taten zugeordnet. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim und der Kriminalpolizei dauern an. Weitere Tatverdächtige und bislang nicht bekannte Taten können derzeit nicht ausgeschlossen werden.
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