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Warum Es Beim Eisessen Tatsächlich Zum „Hirnfrost“ Kommt (Der Nerv Hinter Dem Schmerz)

Wer kalte Leckereien zu schnell verzehrt, löst damit oft einen plötzlichen, stechenden Kopfschmerz aus – den sogenannten „Brain Freeze“ (Kältekopfschmerz). Dieses unangenehme Gefühl entsteht, wenn eine eiskalte Substanz den Gaumen oder den hinteren Rachenraum berührt. Der extreme Temperaturabfall bewirkt als Schutzreflex eine rasche Verengung der umliegenden Blutgefäße. Unmittelbar darauf weitet der Körper diese Gefäße wieder, um warmes Blut in den abgekühlten Bereich zu leiten. Dieser plötzliche Wechsel zwischen Verengung und Erweiterung aktiviert Schmerzrezeptoren in den Gefäßwänden. Die dabei entstehenden Signale werden über den Trigeminusnerv – eines der wichtigsten sensorischen Nervensysteme im Kopfbereich – weitergeleitet. Da dieser Nerv auch das Gesicht versorgt, interpretiert das Gehirn den Ursprung des Schmerzes falsch. Man spricht hierbei von übertragenem Schmerz; infolgedessen spürt man den Schmerz eher an der Stirn als im Mund. Glücklicherweise ist dieses heftige Empfinden völlig harmlos und klingt meist innerhalb weniger Sekunden wieder ab. Man kann die Linderung beschleunigen, indem man die warme Zunge gegen den Gaumen drückt.

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