In Montpellier in Frankreich schießt am Mittwochnachmittag, dem 30. September, schnell strömendes braunes Hochwasser eine Wohnstraße im Norden der Stadt hinunter, nachdem Extremregen in Südfrankreich großflächige Überschwemmungen ausgelöst hat. Das Video, aufgenommen vom X-Nutzer FuNnYfAnEtTe, zeigt, wie Wasser die Fahrbahn bedeckt und entlang der Avenue Père Soulas sowie im Bereich Voie Domitienne über den Gehweg schwappt. Weißer Schaum treibt auf der Strömung, während das Wasser über Kreuzungen hinwegfließt; geparkte Autos und Häuser säumen die überflutete Straße. Hérault und Gard standen ab 8 Uhr unter roten „pluie-inondation“-Warnungen von Météo-France, als ein mediterranes und cévenolisches Wetterereignis extremen Regen brachte. Im Lauf der Lage wurde später auch für den Lez die rote Hochwasserwarnstufe erreicht. In Prades-le-Lez nördlich von Montpellier fielen etwa 262 bis 268 Millimeter Regen, während im Großraum innerhalb von 24 Stunden rund 200 Millimeter registriert wurden. In Saint-Hippolyte-du-Fort im Département Gard stiegen die Niederschlagssummen auf ungefähr 335 bis 338 Millimeter. Das Ausmaß der Regenmengen unterstrich die Wucht des Ereignisses, das weite Teile der Region betraf. Pegelstände steigen rasant am Lez Bei Trinquat stieg der Flusspegel von etwa 0,92 Metern am Morgen auf 3,93 Meter bis 16.15 Uhr, während Lavalette etwa 4,47 Meter erreichte, nahe dem Stand von Oktober 2014. Die rasche Zunahme verdeutlichte, wie schnell sich die Situation verschärfte, als die Wassermassen durch das Einzugsgebiet drängten und die Warnstufen weiter nach oben setzten. Der öffentliche Nahverkehr im Großraum Montpellier wurde bis Donnerstag eingestellt. Feuerwehrleute berichteten, sie hätten in Montpellier und den umliegenden Gemeinden 25 Menschen in Sicherheit gebracht, während drei Campingplätze evakuiert wurden. Auch mehrere Straßen wurden gesperrt, da Überflutungen und gefährliche Bedingungen den Verkehr in der Region beeinträchtigten. Straßensperrungen und Evakuierungen im Umland Die D986 in Richtung Saint-Gély sowie der Lien (D68) rund um den Pic Saint-Loup wurden ebenfalls geschlossen. Behörden reagierten damit auf überflutete Abschnitte und die Gefahr durch schnell steigendes Wasser. Die Sperrungen sollten verhindern, dass Fahrzeuge in überströmte Bereiche geraten, während Einsatzkräfte weiter daran arbeiteten, Betroffene zu erreichen und die Lage unter Kontrolle zu bringen.
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