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Die Ängste der Deutschen: R+V-Befragung 2026

Seit 1992 befragt die R+V-Versicherung jedes Jahr rund 2.400 Menschen zu ihren größten Sorgen in Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt und Gesundheit. Steuererhöhungen, Leistungskürzungen und Zuwanderung: Die größten Sorgen der Befragten betreffen die Wirtschaft. Besonders die steigenden Lebenshaltungskosten beschäftigen viele Menschen. 59 Prozent haben Angst, dass ihr Geld langfristig nicht zum Leben reicht. 53 Prozent fürchten Steuererhöhungen und weniger staatliche Leistungen. 51 Prozent sorgen sich um eine schlechtere Wirtschaftslage und 50 Prozent um steigende Wohnkosten. Auch Zuwanderung beschäftigt viele Menschen: 52 Prozent befürchten, dass der Staat durch Geflüchtete überfordert sein könnte. Auch das Vertrauen in die Politik ist gesunken. Politiker werden im Durchschnitt mit der Schulnote 4,1 bewertet, im Vorjahr war es noch eine 3,8. Viele Menschen glauben nicht mehr daran, dass die Politik Probleme lösen kann. Trotz des heißen Sommers ist die Angst vor dem Klimawandel und vor Naturkatastrophen deutlich gesunken. Laut der Psychologin Judith Mangelsdorf kann die menschliche Psyche nicht dauerhaft mit vielen Krisen gleichzeitig umgehen. Probleme, die man selbst nicht beeinflussen kann, werden oft verdrängt. Insgesamt haben sich die Ängste im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Manche Sorgen stehen aber besonders stark im Vordergrund, sodass andere Probleme weniger beachtet werden.

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