Beim Mann denkt man im Alter an die Impotenz, aber die hängt vom Lebensstil ab. Die sexuelle Alterung ist nicht definiert. Das sagt Thomas-Alexander Vögeli, Direktor der urologischen Universitätsklinik in Aachen. Der Durchschnittliche urologische Patient ist 70 Jahre alt. Wer ein Mann am Tag zwei Packungen Zigaretten raucht, wird sehr früh eine erektile Dysfunktion haben. Dabei könnte der Sex mit zunehmendem Alter immer besser werden. Es gibt junge Leute, die behaupten, sie kennen sich aus wie verrückt. Aber in Wirklichkeit weiß kaum einer in diesem Alter, wie toll es sein kann, wenn man mehr Erfahrung hat. Wenn man als 40- oder 50-Jähriger jemanden gut kennt, läuft Sex eben viel entspannter ab als mit 20 oder 25. Gefäßaktive Substanzen: Manche Männer glauben, Viagra entfache ihre Lust erst, aber das stimmt nicht, sagt Prof. Vögeli. Viagra wirkt nur auf die Gefäße, nicht auf das Verlangen. Medikamente können das sexuelle Verlangen nicht gezielt beeinflussen. Manche Medikamente in der Neurologie können jedoch unerwünschtes Verhalten auslösen. Es gibt keine Tablette, die das sexuelle Verlangen gezielt auslöst. Wenn man keine Lust hat, kann man so viel Viagra nehmen, wie man will, man wird trotzdem keine Erektion bekommen. Frauen vs. Männer: Viele Frauen schalten bei der Sexualität früher als Männer ab. Im Gegensatz zu Männern, lassen Frauen sich nicht nach 35 Jahren scheiden, wenn ihr Mann nach einer OP impotent wird. Männer umgekehrt schon: Es gibt nicht wenige Männer, die sich scheiden lassen, wenn ihre Frau bei Krebs am Unterleib operiert werden musste. Ist der Mann heute anders als der Mann vor 100 Jahren? Der 60-Jährige vor 100 Jahren war ein alter Mann. Da ist aber auch über Sexualität gar nicht gesprochen worden. Heute ist der 60-jährige Mann einer, der noch eine Lebensversicherung abschließt und eine Dauerkarte auf der "Aida" löst. Placebo-Effekt: Es gibt kein Gebiet, auf dem die Placebo-Wirksamkeit so stark ist wie bei der Erektion. Erektion: Es gibt Männer, die etwa Diabetes und Bluthochdruck haben, bei denen sich diese morgendliche Erektion nicht automatisch einstellt. Da hat das System bereits Schaden genommen. Nachts bekommen Männer oft ungewollte Erektionen, die zeigen, dass das Gewebe funktioniert. Sie können diese Erektionen nicht kontrollieren oder beeinflussen. Der Körper macht das als eine Art Training. Wenn sie aufhören, könnten Probleme vorliegen. Andere Medikamente: Es gibt auf der anderen Seite verschiedene Medikamente, die ältere Männer schon mal nehmen müssen, die die Ejakulation verändern. Wenn einem Mann eine Dreier-Kombination an Blutdrucksenkern verschrieben wird, kann er aus pharmakologischen Gründen keine Erektion mehr bekommen. Tamsulosin etwa, das bei gutartiger Prostatavergrößerung verschrieben wird, verhindert in 50 Prozent der Fälle eine Ejakulation, obwohl man einen Orgasmus hat.
FSME und Borreliose: Hunderte Zecken-Erkrankungen in Bayern
Zecken bleiben gefährlich: In Bayern wurden dieses Jahr bereits mehr als 500 Borreliose-Fälle und 14 FSME-Erkrankungen gemeldet. Trotz Risikogebiets haben nur rund 23 Prozent der Menschen einen aktuellen FSME-Impfschutz.
Leben mit Schizophrenie: Robin kämpft gegen Vorurteile
Stimmen, Wahnvorstellungen und Angst: Vor zwei Jahren erkrankte Robin Preiner aus Nürnberg an paranoider Schizophrenie. Heute spricht der 27-Jährige offen auf Social Media über seine Psychosen – und will anderen Betroffenen Mut machen.
Schizophrenie erkennen: Warnzeichen und Therapiemöglichkeiten
Psychische Erkrankung: Dr. Isabel Maurus vom LMU Klinikum München erklärt, wie Schizophrenie entsteht, welche ersten Warnzeichen Angehörige erkennen können und wie die Krankheit heute behandelt wird.
Bundestag plant Apothekenreform
Die Bundesregierung plant eine Reform, die Apotheken mehr medizinische Aufgaben ermöglichen soll. Patienten könnten künftig Impfungen, Blutabnahmen und Medikamentenausgaben ohne neuen Arzttermin direkt in Apotheken erhalten. Ziel ist es, Hausarztpraxen zu entlasten und die Versorgung, besonders auf dem Land, zu sichern. Apotheker Jürgen Wunderlich unterstützt die Reform und sieht darin eine Entlastung für Ärzte und Patienten. Hausarzt Dr. Michael Broll warnt jedoch vor Risiken, da Apotheker keine Ersatzärzte seien und im Notfall die ärztliche Betreuung fehlen könnte. Im Bundestag wurde die Reform kontrovers diskutiert, die Opposition sieht eine Verlagerung medizinischer Verantwortung kritisch. Der Bundesrat muss der Reform noch zustimmen, bevor sie in Kraft treten kann.
Zeckensaison gestartet: Gesundheitsbehörden warnen vor FSME und Borreliose
Mit den steigenden Temperaturen hat in Bayern schon längst wieder die Zeckensaison begonnen – und die Gesundheitsbehörden warnen vor FSME und Borreliose. Besonders betroffen ist Bayern: Fast der gesamte Freistaat gilt inzwischen als FSME-Risikogebiet – darunter auch ganz Mittelfranken.
Arthritis-Medikament könnte gegen Depressionen helfen
Eine gängige Arthritis-Injektion könnte Millionen Menschen, die gegen Depressionen kämpfen, neue Hoffnung geben. Forscher behaupten, sie könnte bei einigen Patienten besser wirken als traditionelle Antidepressiva.
Hochdosiertes Vitamin D während der Schwangerschaft könnte das Gedächtnis von Kindern verbessern
Die Einnahme höherer Dosen von Vitamin D während der Schwangerschaft könnte laut neuer Forschung Jahre später das Gedächtnis eines Kindes verbessern.
Warum Bakterien so wichtig für uns sind
Die meisten Keime lauern nicht auf öffentlichen Toiletten, sondern auf den Griffen von Fitnessgeräten. Diesen und weiteren Irrtümern über Bakterien widmet sich Autor und Förster Peter Wohlleben in seinem neuesten Buch. Er sagt: Vor allem die positiven Eigenschaften von Bakterien würden von vielen unterschätzt. Denn ohne sie funktioniere nicht nur unser Körper nicht – sie könnten uns sogar motivieren. Was Bakterien noch alles können und was noch weitere unterschätzte Hotspots für Keime sind, darüber hat Wohlleben mit unserer Autorin im Interview gesprochen.
Emir und Kais aus Delmenhorst suchen Stammzellspender
Der 11-jährige Emir und der siebenjährige Kais aus Delmenhorst teilen ein schlimmes Schicksal: beide Kinder haben eine Vorstufe von Leukämie. Eine Stammzellenspende könnte ihnen helfen.
„Aufgrund meiner seltenen Erkrankung glaube ich, dass jeder Fremde mein Freund ist“
Diese Frau leidet an einer seltenen Gehirnerkrankung, die sie dazu bringt, zu glauben, dass Fremde in Wirklichkeit ihre Freunde sind. Jenny entwickelte nach einer schweren Migräne im Jahr 2019 eine Hypervertrautheit für Gesichter. Sie sagt, ihr Gehirn erzeugt falsche Erinnerungen, wenn sie unbekannte Gesichter sieht. Forscher der University of York glauben, dass die Erkrankung durch eine überaktive Kommunikation zwischen den visuellen und den Gedächtnissystemen des Gehirns verursacht wird.
Nudeln vom Vortag: Warum sie gesünder sind
Aus ernährungsphysiologischer Sicht bieten abgekühlte und auch wieder aufgewärmte Nudeln tatsächlich einige Vorteile gegenüber frisch gekochten, warmen Nudeln. Warum ist das so? (KI)
«Ich wollte mein Herz behalten»: Frau bekommt eigenes plastiniertes Organ
Martina Grabsch bekommt ihr eigenes, plastiniertes Herz zurück – ein Symbol für ihren Überlebenskampf und die Bedeutung der Organspende.
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Ibuprofen, Paracetamol und Co. – Was nimmt man wann?
Es geht um fünf häufig genutzte Schmerzmittel: Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen, ASS und Paracetamol. Sie sind rezeptfrei erhältlich und werden bei verschiedenen Beschwerden wie Schmerzen oder Entzündungen eingesetzt. Bis auf Paracetamol gehören sie zur Gruppe der nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR), die auch entzündungshemmend wirken können. Was bekommt man ohne Rezept? Rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen und ASS sind nur in niedrigen Dosierungen erhältlich. Höhere Dosen müssen ärztlich verschrieben werden. Durch die Einnahme mehrerer Tabletten kann man allerdings die verschreibungspflichtige Dosis erreichen. Paracetamol wirkt zwar gegen Schmerzen und Fieber, aber nicht gegen Entzündungen. Wie wirken die Medikamente? NSAR (wie Ibuprofen) hemmen Enzyme namens Cox, die für Entzündungen und Schmerzen verantwortlich sind. Diese Enzyme sind auch wichtig für den Magenschutz, daher können NSAR Magenprobleme verursachen. Von Ibuprofen ist bekannt, dass es Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auslösen kann. Paracetamol wirkt anders und beeinflusst die Schmerzwahrnehmung im Gehirn, aber der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig geklärt. Was ist bei Höchstgrenzen wichtig? Auch bei rezeptfreien Medikamenten sollte man keine verschiedenen NSAR-Mittel mischen. Paracetamol kann jedoch mit NSAR kombiniert werden. Es ist auch wichtig, auf die Höchstdosis zu achten. Was nimmt man wann? Der Glaube an die Wirksamkeit von Schmerzmitteln kann deren Wirkung um bis zu 30 % steigern (Placeboeffekt). Paracetamol wird häufig bei Kopf-, Zahn-, und Regelschmerzen genommen. Ibuprofen und Naproxen nimmt man bei entzündlichen Gelenkschmerzen und Fieber. Studien zeigen jedoch, dass Ibuprofen bei Infekten die Erkrankungsdauer verlängern kann.
Darmkrebs: Welche Rolle Vitamine wirklich spielen
Studien zeigen Zusammenhänge zwischen Ernährung, Vitaminen und Darmkrebs. Welche Nährstoffe im Fokus stehen – und warum Nahrungsergänzungsmittel nicht ohne ärztliche Kontrolle eingenommen werden sollten.
Kaum einer kennt Blutwert, doch Lp(a) ist wichtig fürs Herz
Bei jedem Fünften tickt eine stille Zeitbombe im Blut. Ihr erhöhter Lp(a)-Wert sorgt für ein hohes Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko. Schon bald könnt ein neues Medikament helfen.
UK-Kinder wegen durch Vaping verursachter Notfälle ins Krankenhaus gebracht
Kinder im Alter von nur vier Jahren sollen im Vereinigten Königreich ins Krankenhaus gebracht worden sein, nachdem sie medizinische Notfälle im Zusammenhang mit Vaping erlitten hatten.
Wie gesund sind Himbeeren? Das steckt wirklich in den roten Früchten
Wenig Kalorien, viele Ballaststoffe und wichtige Nährstoffe: Himbeeren enthalten unter anderem Vitamin C sowie Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium. Ein Überblick über ihre Inhaltsstoffe und worauf Sie beim Kauf achten sollten.
ENTHÜLLT: Wie viel wöchentliche Bewegung das Herz gesund hält
Mehr als neun Stunden Sport pro Woche könnten den größten Schutz vor Herzerkrankungen bieten.
Wein oder Cola - Was ist schlimmer?
Jugendliche trinken drei Liter Cola am Tag, behauptet Winzer Leo Hillinger. Zwei Achterl Wein seien da weniger schädlich, so seine Rechnung. Ob das stimmt, beurteilt Ernährungsberaterin Holly Wilkinson.
Handywecker ist schuld: Warum fühlt man sich nach dem Aufstehen oft so schlecht?
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Risikofaktor für schnelleres Altern: 6 beliebte Getränke fördern Entzündungen
Viele unterschätzen, wie stark Getränke die Gesundheit beeinflussen. Oft enthalten sie große Mengen Zucker, Süßstoffe oder Alkohol, die stille Entzündungen im Körper fördern können. Dabei läuft das Immunsystem dauerhaft auf niedriger Stufe mit, ohne dass man es direkt merkt. Langfristig belastet das unter anderem Gefäße, Leber, Gehirn und Stoffwechsel – und gilt deshalb als Risikofaktor für schnelleres Altern.
Laut WHO Ist Das Risiko Einer Ebola-Ausbreitung Weltweit Gering, Lokal Jedoch Hoch
Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte, das Risiko einer globalen Ausbreitung des Ebola-Ausbruchs in Uganda und im Kongo sei auf nationaler Ebene hoch, auf globaler Ebene jedoch gering. Auf einer Pressekonferenz gab WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bekannt, dass 51 Fälle in den kongolesischen Provinzen Ituri und Nord-Kivu bestätigt wurden. Der Generaldirektor teilte außerdem mit, dass in Uganda zwei bestätigte Ebola-Fälle in der Hauptstadt Kampala gemeldet wurden. Tedros erklärte, dass es neben den bestätigten Fällen weitere 600 Verdachtsfälle und 139 Verdachtstodesfälle gebe und fügte hinzu: „Wir gehen davon aus, dass diese Zahlen weiter steigen werden.“ Auf der Pressekonferenz sagte Dr. Chikwe Ihekweazu, Leiter des WHO-Programms für Notfälle, die „absolute Priorität der Organisation liegt nun darin, alle bestehenden Infektionsketten zu identifizieren“. Tedros, der den Ausbruch zuvor zu einem internationalen Notfall erklärt hatte, sagte, er habe dies aufgrund der Dringlichkeit der Lage ohne Rücksprache mit anderen Experten getan. WHO-Beamte geben an, dass der Ausbruch durch den Bundibugyo-Stamm verursacht wird, eine Form des Ebola-Virus, für die es derzeit weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine Behandlung gibt.
Ebola-Ausbruch: Wie fern ist der Impfstoff
Der Ebola-Ausbruch in Afrika hat die Weltgemeinschaft kalt erwischt. Nach der großen Epidemie 2014/15 in Westafrika wurden die guten Vorsätze nicht umgesetzt. Das droht sich nun zu rächen.
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5 am Tag? Kaffee und Schokolade sind die bessere Idee
Staatliche Institutionen empfehlen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag – das sei gesund. Doch auch Kaffee und Schokolade zeigen erstaunlich starke Gesundheitskorrelationen. Was wir daraus lernen können.
Weitere Ebola-Patienten in Berliner Charité – Familie des Amerikaners aufgenommen
Nach dem infizierten Familienvater sind nun auch Ehefrau und Kinder in die Sonderisolierstation der Charité aufgenommen worden. Was bisher bekannt ist.
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Experten: Ebola-Lage ernst – aber keine Pandemiegefahr
Warum Experten trotz des Ebola-Ausbruchs in Zentralafrika keine Pandemie-Notlage ausrufen und welche Maßnahmen jetzt als entscheidend gelten.
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