Matthew Perrys Assistent, Kenneth Iwamasa, wurde wegen der Lieferung des Ketamins, das zum Tod des „Friends“-Schauspielers führte, zu drei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt. Richterin Sherilyn Peace Garnett sagte bei der Urteilsverkündung zu Iwamasa: „Sie wussten von seinem Kampf mit der Sucht… Ihr Verhalten war rücksichtslos.“ Iwamasa war der letzte von fünf Angeklagten, der nach Perrys Tod im Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren aufgrund einer Ketaminüberdosis verurteilt wurde. Iwamasa lebte mit Perry zusammen, kümmerte sich um dessen tägliche Pflege, verabreichte ihm Ketamininjektionen und wich in seinen letzten Tagen nicht von seiner Seite. Verteidiger Alan Eisner erklärte, Iwamasas „Loyalität gegenüber Herrn Perry sei von höchster Bedeutung“ gewesen und behauptete, er habe lediglich versucht, Herrn Perry „zu gefallen und ihm entgegenzukommen“. Perrys Familie gab in Briefen an den Richter Iwamasa die Hauptschuld an der Tat. Sie waren der Ansicht, er hätte die Abstinenz des Schauspielers schützen sollen, anstatt seine Sucht zu fördern. Perrys langjährige Managerin Lisa Ferguson verlas vor Gericht eine Opfererklärung, in der sie Iwamasa als „das Monster, das ihn getötet hat“ bezeichnete und sagte, er solle „im Gefängnis verrotten“. Direkt an Perrys Familie gewandt, sagte Iwamasa: „Es tut mir unendlich leid, und ich spreche Ihnen mein Beileid aus.“ Das Urteil beinhaltet außerdem eine Geldstrafe von 10.000 US-Dollar, zwei Jahre Bewährung und den Haftantritt am 17. Juli.
Studie zeigt: Vulkanausbruch löst unerwartete Reaktion in der Atmosphäre aus
Der Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha’apai im Jahr 2022 könnte überraschende Auswirkungen auf die Atmosphäre gehabt haben. Satelliten registrierten ungewöhnliche chemische Prozesse, die zu einem verstärkten Abbau von Methan führten.
Urteil im Fall Luise: Familie bekommt Schmerzensgeld
Rund drei Jahre nach dem gewaltsamen Tod der 12-jährigen Luise aus Freudenberg hat das Landgericht Koblenz ein Urteil gefällt. Die beiden Mädchen, die die Tat gestanden hatten, müssen der Familie insgesamt 125.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.
Großrazzia gegen Rocker: SEK stürmt Wohnung in Gelsenkirchen
Polizisten durchsuchen wieder Wohnungen von Verdächtigen, die Waffen an die Hells Angels geliefert haben sollen – diesmal in Gelsenkirchen und mehreren anderen Städten in NRW und Niedersachsen. In Gelsenkirchen stürmen Spezialeinheiten ein Mehrfamilienhaus, um Beweise zu finden. Die Ermittler nehmen gezielt Leute ins Visier, die angeblich Waffen für die Rocker besorgt haben. Die Polizei durchsucht insgesamt neun Gebäude und findet dabei eine Schreckschusswaffe und zwei Langwaffen. Acht Männer zwischen 28 und 50 Jahren stehen im Verdacht, mit den Waffen zu tun zu haben. Festgenommen wird aber niemand. Die Polizei erklärt, dass sie wegen der möglichen Gefahr durch die Verdächtigen auch Spezialeinheiten und Kollegen aus Niedersachsen dazugeholt hat. Nachbarn sind schockiert: Sie berichten von lauten Knallen und erzählen, wie unsicher sie sich während der Durchsuchung gefühlt haben. Mit den beschlagnahmten Waffen wollen die Ermittler die Gewalt durch Rocker wie die Hells Angels eindämmen. Die Polizei ermittelt weiter gegen die mutmaßlichen Waffenlieferanten, um noch mehr kriminelle Strukturen aufzudecken und die Region sicherer zu machen.
Kinoflops Der 1970er Jahre, Die Zu Beliebten Klassikern Wurden
Die 1970er Jahre brachten einige der größten Hollywood-Hits hervor, doch es war auch ein Jahrzehnt voller ambitionierter Filme, die vom Publikum damals nicht vollends gewürdigt wurden. Viele floppten an den Kinokassen, einige entwickelten sich jedoch zu beliebten Klassikern. Ein bemerkenswertes Beispiel ist Steven Spielbergs „1941“, eine chaotische Kriegskomödie, die nach Kassenschlagern wie „Der weiße Hai“ und „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ erschien. Mit Stars wie John Belushi, Dan Aykroyd und John Candy war der Film Spielbergs Versuch, Slapstick-Komödie im großen Stil zu inszenieren. Obwohl er die Erwartungen an den Kinokassen nicht erfüllte, haben viele Fans „1941“ seither als unterschätzten Film in der Filmografie des legendären Regisseurs wiederentdeckt. Eine weitere überraschende Enttäuschung an den Kinokassen war „Charlie und die Schokoladenfabrik“ aus dem Jahr 1971. Gene Wilders Darstellung des Willy Wonka gilt heute als ikonisch, doch der Film hatte bei seinem Kinostart zu kämpfen und spielte nur mäßige Summen ein. Sein Ruf wuchs Jahre später dank wiederholter Fernsehausstrahlungen in den 1980er-Jahren und machte ihn schließlich zu einem Familienklassiker. Brian De Palmas „Phantom of the Paradise“ erlitt ein ähnliches Schicksal. Die Rockoper vermischte Elemente des „Phantom der Oper“ mit Glam Rock und schwarzem Humor und schuf so etwas weitaus Ungewöhnlicheres, als dem Mainstream-Publikum damals vertraut war. Obwohl der Film kommerziell floppte, entwickelte er sich nach und nach zu einem treuen Kultfilm, der seinen skurrilen Stil bis heute feiert. John Hustons „Der Mann, der König sein wollte“ erhielt 1975 zwar gute Kritiken, wurde aber nicht der große Erfolg, den viele erwartet hatten. Mit Sean Connery und Michael Caine in den Hauptrollen als ehemalige Soldaten auf einem gefährlichen Abenteuer gilt der Film heute weithin als eines der großen Epen der alten Schule.
Über 1000 Camper: Klimacamp übt Protest in Hamm
Mehr als tausend Menschen schlagen aktuell ihre Zelte im Klimacamp in Hamm auf. Mit Sitzblockaden und anderen Aktionen des zivilen Ungehorsams protestieren sie gegen neue Gaskraftwerke in Nordrhein-Westfalen. Die Polizei stellt sich auf viele Teilnehmer ein. Das Bündnis „Ende Gelände“ ist mittendrin. Die neuen Gaskraftwerke sollen nach dem Kohleausstieg bis 2030 die alten Kraftwerke ersetzen. Während in ganz Deutschland immer weniger Menschen zu Klimaprotesten kommen, bleibt der Widerstand in Hamm stark – hier gehen weiterhin viele Aktivisten auf die Straße. Sina Reisch, früher Pressesprecherin von Ende Gelände, sagt: Die Klimabewegung bleibt aktiv. Sie sieht die Proteste als Zeichen dafür, dass viele Menschen sich Sorgen um die Klimakrise machen und fordert mehr Klimagerechtigkeit. Die Aktivisten werfen der Politik vor, mit den neuen Gaskraftwerken auf die falsche Technik zu setzen und sprechen von einer "Lobby-Lüge". Bernhard Hoppe-Biermeyer von der CDU und Holger Gassner aus der Energiebranche halten dagegen: Sie meinen, Gaskraftwerke sind nötig, damit die Industrie sicher planen kann und der Strom nicht ausgeht. Für sie ist der Ausbau ein wichtiger Schritt für Nordrhein-Westfalen. Trotz sinkender Teilnehmerzahlen bei Klimaprotesten im ganzen Land bleibt die Bewegung in Hamm sichtbar. Am Samstag wollen die Aktivisten vor dem Gersteinwerk wieder bundesweit Aufmerksamkeit schaffen und zeigen: Wir sind noch da.
Hundertjähriger Kalender im Juni 2026: Regen, Gewitter, Sommerhitze? Das sagt der 100-jährige Kalender voraus
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7 Badetote in NRW: Trotzdem springen viele weiter rein
Viele Düsseldorfer springen bei Hitze einfach in den Rhein, obwohl das Baden dort verboten ist. Am Paradiesstrand sieht man sogar Familien mit Kindern im Wasser – dabei kann die Strömung durch vorbeifahrende Schiffe richtig gefährlich werden. Die Gefahr ist echt: Dieses Jahr sind schon sieben Menschen beim Baden in NRW gestorben. Zuletzt kam ein 20-jähriger Jogger im Rhein-Herne-Kanal ums Leben, als er sich nach dem Sport abkühlen wollte. Auch ein 27-Jähriger in Sassenberg und ein 26-Jähriger in Paderborn haben es nicht geschafft. Dennis geht regelmäßig im Rhein baden und glaubt, die Gefahr im Griff zu haben. Er sagt, er gehe nur bis zu den Knien ins Wasser, um sich abzukühlen, und fühlt sich sicher, solange er seine eigenen Grenzen kennt. Die tödlichen Unfälle in der Region halten ihn nicht davon ab. Behörden warnen immer wieder, und in Städten wie Wesel gibt es inzwischen noch mehr Badeverbote. Trotzdem unterschätzen viele das Risiko. Die Zahl der Badetoten ist schon jetzt höher als im letzten Jahr – aber für viele ist die Abkühlung wichtiger als die eigene Sicherheit.