Eine neue Studie legt nahe, dass der Schutz der Gesundheit nicht nur von der Sitzdauer abhängt, sondern auch davon, wie oft man aufsteht und sich bewegt. Eine in PLOS Medicine veröffentlichte Studie ergab, dass langes, ununterbrochenes Sitzen mit einem höheren Krebssterblichkeitsrisiko verbunden ist. Regelmäßige Bewegung zwischen den Sitzphasen scheint jedoch positive Auswirkungen zu haben. Die Studie verfolgte die Aktivitäten der Teilnehmer sieben Tage lang mithilfe von Handgelenksgeräten, die deren Aktivitätsniveau aufzeichneten und den Forschern so ein genaueres Bild ihrer täglichen Gewohnheiten ermöglichten. Sie fanden heraus, dass jede zusätzliche Stunde ununterbrochenen Sitzens mit einem um 9 % höheren Risiko für einen krebsbedingten Tod einhergeht. Andererseits ist der Ersatz von Sitzzeiten durch leichte Aktivitäten wie langsames Gehen oder Hausarbeit mit potenziellen Vorteilen verbunden. Die Forscher stellten außerdem fest, dass der Austausch einer Stunde langen Sitzens durch leichte Aktivität das Krebssterblichkeitsrisiko um 12 % senkt. Einfache Gewohnheiten wie Aufstehen in den Arbeitspausen, ein kurzer Spaziergang oder Bewegung im Haus können dazu beitragen, die Sitzdauer zu reduzieren. Die Studie kann zwar nicht beweisen, dass Sitzen direkt Krebs verursacht, doch die Forscher sagen, dass regelmäßige Bewegungspausen ein praktischer Schritt zur Förderung der langfristigen Gesundheit sein können.
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