Eine besondere Ehre zum Karriereende für die beiden Tobis: Die Rodler haben sich auf der Bahn von Cortina zu Deutschlands erfolgreichsten Winter-Olympioniken gekürt. Nun folgt eine weitere Auszeichnung.
„Mama Merkel ist zurück“ – Merz steht weiter unter Druck
Dass ein Parteitag mal so viele Emotionen auf Social Media auslöst, hätte man vor ein paar Jahren wohl noch nicht gedacht. Der Grund: Nachdem “Mama Merkel” sich längere Zeit aus der Politik zurückgezogen hatte, kündigte sie ihre Teilnahme auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart an. Um 9 Uhr ging es los, Merkel traf zum Gottesdienst ein, Jacke aus, noch ein paar Selfies hier und da und schon 2 Stunden nach Beginn tauchten die ersten TikToks mit ihrem Willkommensapplaus auf. Von ihren eigenen Parteikolleg:innen wird sie gerade scheinbar mit Freude in Empfang genommen. Anders beim amtierenden Kanzler Friedrich Merz. Der bekam zwar nach seiner Rede ebenfalls tobenden Applaus, doch für ihn gilt es jetzt erstmal, sich vor seinen Parteikolleg:innen zu beweisen. Der versprochene ökonomische Umschwung bleibt bislang aus und in den Umfragen bleibt er bei den Bürger:innen eher unbeliebt. Die Junge Union stellte zuvor klare Forderungen: Die wirtschaftliche Lage sei schwierig, „daher erwarten die Menschen Antworten, statt Problembeschreibungen“ so Vorsitzender Johannes Winkel zu unserer Redaktion. Ein “Verwaltungsparteitag” sei unerwünscht, und ein „Reformparteitag“ bitter nötig. Wie sich Merz in Stuttgart schlägt, wird sich zeigen.
Feuer zerstört Einfamilienhaus in Dellstedt
In Dellstedt (Schleswig-Holstein) ist in der Nacht zu Freitag ein unbewohntes Einfamilienhaus vollständig ausgebrannt. Die Einsatzkräfte konnten fünf Personen aus angrenzenden Häusern in Sicherheit bringen. Verletzt wurde niemand. Angrenzende Gebäude konnten vor den Flammen geschützt werden. Trotz unmittelbarer Nähe zur Feuerwache konnten die Löscharbeiten erst mit Verzögerung beginnen –Probleme bereitete die Löschwasserversorgung. Die Brandursache ist bislang unklar, die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen.
Cem Özdemir vor der Landtagswahl 2026
Cem Özdemir ist Spitzenkandidat der Grünen. Nach Stationen im Bundestag und im Europaparlament, kandidiert er für das Amt des Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg. Beim SÜDWEST-PRESSE-FORUM hat er sich den Fragen der SWP-Volontärinnen gestellt.
Wehrpflicht: Mehr als 1.000 Schüler demonstrieren in Hamburg
Mehr als 1.000 Schüler:innen haben am Freitag in der Hamburger Innenstadt gegen die Wehrpflicht demonstriert. Das Bündnis "Schulstreik gegen Wehrpflicht" ist Teil eines bundesweiten Netzwerkes aus Schülervertretungen, Friedensorganisationen und Gewerkschaften.
Drogenunfall in Vlotho
Eine 19-jährige Fahrerin raste in Vlotho mit zwei 16-jährigen Freundinnen in ein Schaufenster und verletzte eine Beifahrerin lebensgefährlich. Die Fahrerin stand unter Drogen und fuhr deutlich zu schnell. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 50.000 Euro, die Versicherung übernimmt die Kosten. Die Polizei hat bereits mehrfach gegen die Fahrerin ermittelt. Arife, die Geschäftsinhaberin des beschädigten Schaufensters, ist ebenfalls betroffen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Zeugen werden gebeten, sich zu melden.
Milliarden Für Gaza Im Rahmen Von Trumps Friedensrat Zugesagt
Mehrere Länder, die dem von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen Friedensrat angehören, haben laut Trump über 7 Milliarden US-Dollar für ein Hilfspaket für Gaza beigesteuert. Trump gab dies während der ersten Sitzung des neu gegründeten Gremiums in Washington bekannt – einer Initiative, der viele US-Verbündete nicht beitreten wollen. Viele europäische Verbündete befürchten, dass der von Trump als Unterstützung beim Wiederaufbau Gazas nach dem Krieg Israels beschriebene Rat die Europäische Union ersetzen könnte. Trump kündigte bei der Sitzung außerdem an, dass die USA 10 Milliarden US-Dollar für Gaza-Hilfe bereitstellen werden, nannte aber weder Finanzierungsquellen noch die Frage, ob der Kongress dem zustimmen würde. Laut Trump sagten neun Mitgliedsländer des Friedensrats finanzielle Mittel zu, und fünf Nationen erklärten sich bereit, Truppen für eine Internationale Stabilisierungstruppe in das Gebiet zu entsenden. Zu den Ländern, die finanzielle Mittel zusagten, gehören Kasachstan, Aserbaidschan, die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko, Bahrain, Katar und Saudi-Arabien. Diejenigen, die die Entsendung von Soldaten zusagten, die zunächst in Rafah eingesetzt werden sollen, sind Indonesien, Kasachstan, Albanien und Kosovo. Das Gremium wurde im Rahmen von Trumps 20-Punkte-Friedensplan zur Beilegung des Konflikts in der vom Krieg gezeichneten Enklave eingerichtet, wo die im Oktober vereinbarte, fragile Waffenruhe weiterhin gilt. Nach zwei Jahren Konflikt zwischen Israel und der Hamas wird geschätzt, dass 70 Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau des palästinensischen Gebiets benötigt werden.
Neues Trump-Banner Am Justizministerium Löst Online Empörung Aus
Vor dem Hauptsitz des Justizministeriums in Washington, D.C., wurde ein großes Banner mit dem Konterfei von US-Präsident Donald Trump entrollt, was online heftige Reaktionen auslöste. Das blaue Banner zeigt Trumps Gesicht und den Slogan „Make America Safe Again“ (Amerika wieder sicher machen). Laut Justizministerium ist das Banner Teil der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. Ein Beamter bezeichnete es als „stolze“ Würdigung der Arbeit von Präsident Trump. Ähnliche Banner waren zuvor bereits vor dem Arbeits- und dem Landwirtschaftsministerium zu sehen. Kalifornische Abgeordnete bezeichneten das Banner als Erinnerung an autoritäre Regime und stellten dessen Auswirkungen auf die Unparteilichkeit des Justizministeriums infrage. „Wie viele Denkmäler im Stil von Diktaturen, Umbenennungen von Gebäuden und gefälschte Auszeichnungen müssen die Amerikaner noch ertragen?“ schrieb Gouverneur Gavin Newsom auf X. Der kalifornische Abgeordnete Jimmy Gomez kritisierte das Banner ebenfalls in einem X-Beitrag mit den Worten: „Trump prangt mit seinem Gesicht an dem Gebäude, das gegen ihn ermitteln soll.“ Tom Nichols vom Magazin „The Atlantic“ kritisierte die Aktion und schrieb: „Es könnte genauso gut Deutschland in den 1930er-Jahren sein, die Sowjetunion in den 1950er-Jahren, es könnte an vielen Orten sein, aber nicht in Amerika.“