Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland steckt in einer finanziellen Krise. Die Ausgaben steigen seit Jahren schneller als die Einnahmen, wodurch ein wachsendes Defizit entsteht. Laut Bundesgesundheitsministerium könnte schon 2027 ohne Reform ein Minus von rund 15 Milliarden Euro entstehen, das bis 2030 auf bis zu 40 Milliarden Euro anwachsen könnte. Um gegenzusteuern, hat das Kabinett Reformpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken beschlossen. Das Ziel der Reform: Künftig soll nicht mehr Geld ausgegeben werden, als eingenommen wird. Preise und Vergütungen im Gesundheitssystem sollen stärker an die Einnahmen der Krankenkassen gekoppelt werden. Sie sollen 2027 um rund 16 Milliarden Euro entlastet werden. Die Deckungslücke soll damit geschlossen und ein starker Anstieg der Zusatzbeiträge verhindert werden. Die verbleibende Lücke für 2029 und 2030 soll laut Warken durch spätere Reformen aufgefangen werden. Das könnte sich ändern: Für Versicherte bringt die Reform spürbare Änderungen. So soll u.a. die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern ab 2028 eingeschränkt werden – viele müssten dann eigene Beiträge zahlen. Ausnahmen sollen für Eltern von kleinen Kindern, Kindern mit Behinderung, pflegende Angehörige und Rentner gelten. Bei Medikamenten sollen die Zuzahlungen z.B. auf bis zu 15 Euro steigen und jährlich angepasst werden. Homöopathische Leistungen sollen nicht mehr übernommen werden. Zudem soll eine Überprüfung der Hautkrebsvorsorge stattfinden. 2027 soll die Beitragsbemessungsgrenze zusätzlich um 300 Euro erhöht werden. Zudem sollen vor Operationen häufiger Zweitmeinungen eingeholt werden, um unnötige Eingriffe zu vermeiden. Der Gesetzentwurf sieht auch die Möglichkeit einer Teilkrankschreibung bei langwierigen Erkrankungen vor. Der größte Teil der Entlastungen soll aus Einsparungen bei Praxen, Krankenhäusern, Apotheken und Pharmaunternehmen kommen. So sind z.B. höhere Rabatte auf Medikamente und Begrenzungen für Vergütungsanstiege geplant. Über ein weiteres Gesetz soll zudem eine Zuckerabgabe für gesüßte Getränke eingeführt werden. Die Einnahmen sollen den Kassen zukommen.
„Unfassbare Bilder“: Zentimetergroßer Hagel verwüstet Heidenau
Zerbeulte Autos, kaputte Dächer: Im niedersächsischen Ort Heidenau hat extremer Hagel große Zerstörungen angerichtet.
Glibberiges Desaster: Quallenplage überschwemmt Strand in England
Ein gewaltiger Quallenschwarm machte Anfang Juli einen Meerwasserpool an Cornwalls Küste unbenutzbar. Ohrenquallen, Lungenquallen und Blaue Nesselquallen füllten nach der Flut das Becken des Bude Sea Pool. Helfer mussten mehrere Schubkarrenladungen der toten Tiere abtransportieren.
Pflegekosten auf Rekordhoch
Pflegeheime sind so teuer wie nie. Gleichzeitig plant die Bundesregierung eine Reform, durch die finanzielle Entlastungen für Bewohner:innen später greifen könnten.
Das ändert sich im Juli 2026 in Deutschland
Tankrabatt läuft aus: Ab Anfang Juli werden Benzin und Diesel voraussichtlich teurer, weil der Tankrabatt ausläuft. Dadurch steigen die Spritpreise um knapp 17 Cent pro Liter. Luftverkehrssteuer sinkt: Ab dem 1. Juli sinkt die Steuer auf Flugtickets wieder. Ob Flugreisen dadurch günstiger werden, ist noch unklar. Neue Zollgebühr bei Päckchen aus dem Ausland: Ab dem 1. Juli wird für kleine Pakete aus Nicht-EU-Ländern bis 150 Euro eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro fällig. Betroffen sind unter anderem Bestellungen aus China, den USA und Großbritannien. Renten steigen: Ab dem 1. Juli bekommen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland 4,24 Prozent mehr Rente. Bei einer Standardrente sind das rund 78 Euro mehr im Monat. Mindestlöhne für Pflegeberufe steigen: Ab dem Juli steigt der Mindestlohn in der Pflege. Pflegekräfte bekommen dann je nach Qualifikation zwischen 16,52 Euro und 21,03 Euro pro Stunden. Rücknahmepflicht für E-Zigaretten: Ab Juli müssen auch Kioske und Tankstellen alte E-Zigaretten kostenlos zurücknehmen. Ein Neukauf ist dafür nicht erforderlich.
Social-Media-Verbot rückt näher
Ein Social-Media-Verbot für unter 13-Jährige wird immer realistischer. Dafür hat sich ein europäisches Expertinnen-Gremium ausgesprochen. Bis Herbst soll ein Gesetzesvorschlag folgen.
Altersdepressionen: Symptome, Ursache und Behandlung
Bei Menschen ab 65 Jahren spricht man bei Depressionen von Altersdepression. Dabei ist die Stimmung dauerhaft negativ verändert. Typische Symptome sind Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit und Freudlosigkeit. Bei älteren Menschen werden diese oft von körperlichen Beschwerden überdeckt und deshalb nicht immer erkannt. Was kann die Ursache der Altersdepression sein? Ursachen können genetisch oder durch belastende Lebensereignisse bedingt sein – zum Beispiel der Verlust von Angehörigen, Einsamkeit, Renteneintritt oder körperliche Einschränkungen. Nicht jede Traurigkeit ist gleich eine Depression, aber Warnzeichen sollten ernst genommen werden. Was sind die Symptome einer Altersdepression? Bei einer Altersdepression stehen oft körperliche Beschwerden im Vordergrund. Häufige Symptome sind Appetitlosigkeit, Schlafprobleme, Verstopfung, Kopf- und Rückenschmerzen, Herzbeschwerden, Tinnitus, flache Atmung und Druck im Kopf. Neben körperlichen Beschwerden treten bei Altersdepression auch psychische Symptome auf, wie Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, sozialer Rückzug, Weinen, Schuldgefühle, Konzentrationsprobleme und Suizidgedanken. In schweren Fällen können sogar Halluzinationen oder Wahn auftreten. Wie wird eine Depression im Alter behandelt? Depressionen im Alter sind oft gut behandelbar und sollten nicht ignoriert werden. Ziel der Behandlung ist es, Lebensqualität zurückzugewinnen – meist durch Medikamente, Psychotherapie und Alltagshilfe. In schweren Fällen kann eine stationäre Behandlung nötig sein. Wie können Sie einer Altersdepression vorbeugen? Zwar gibt es keine speziellen Maßnahmen, um Altersdepression sicher zu verhindern, aber man kann das Risiko senken. Wichtig sind Bewegung, Gedächtnistraining, ein strukturierter Alltag, soziale Kontakte und frische Luft. Auch regelmäßige Seh- und Hörtests helfen, aktiv und selbstständig zu bleiben. All das fördert Lebensfreude, Selbstwert und geistige Gesundheit.
Reichsbürger: Wer sind sie und was ist ihre Ideologie?
Die sogenannten „Reichsbürger“ sind eine Bewegung aus uneinheitlichen Gruppen und Personen. Laut dem Verfassungsschutz erkennen sie die Existenz der Bundesrepublik Deutschland und deren Rechtssystem nicht an. Für „Reichsbürger“ besteht ein historisches Deutsches Reich fort mit unterschiedlicher Ausdehnung des Staatsgebietes und des Rechtswesens. Innerhalb der Gruppe gibt es einen ausgeprägten Antisemitismus. Von Verschwörungstheorien, dass Juden den ersten Weltkrieg geplant hatten bis hin zur Leugnung des Holocaust. Was machen die „Reichsbürger“? Sie gründen eigene Regierungen oder Monarchien und erschaffen so eine Parallelwelt. Verschiedene Gruppierungen versuchen Immobilien zu kaufen, um autarke Strukturen zu schaffen. Es werden Fantasiedokumente und Kfz-Kennzeichen hergestellt und vertrieben. Auch bei Protesten gegen die Maßnahmen der Corona-Pandemie waren sie vertreten. In Teilen der Szene gibt es eine hohe Gewaltbereitschaft. Immer wieder bedrohen sie Beamte in langen Schreiben mit Erpressungen, Beleidigungen oder Nötigungen, teilweise mit erheblichen Gewaltandrohungen. Am 7. Dezember 2022 wurden zahlreiche „Reichsbürger“ festgenommen, da sie einen Angriff auf demokratische Institutionen und somit einen Staatsstreich planten. Zahlen und Fakten Eine genau Anzahl an „Reichsbürger“ kann nicht erfasst werden. Mit etwa 21.000 Personen rechnet jedoch der Verfassungsschutz. Rund 1.150 Personen gelten als rechtsextrem. 2.100 „Reichsbürger“ seien gewaltorientiert. 1.011 rechtsextreme Straftaten werden dieser Szene zugerechnet.